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Gutes Wasser braucht Schutz

Der Wasserverband Minstedt sieht die Trinkwasserversorgung im Nordkreis derzeit gesichert, mahnt aber zu einem bewussten Umgang mit der Ressource Wasser.

 

Die Delegation der Grünen lernte viel Informatives beim Wasserverband in Minstedt.

Die Delegation der Grünen lernte viel Informatives beim Wasserverband in Minstedt.

Bild: Eb

Minstedt. Kürzlich besuchten Mitglieder der Grünen aus den Gemeinden Gnarrenburg und Selsingen sowie der Stadt Bremervörde den Wasserverband Minstedt und erkundigten sich nach der Wasserqualität im Nordkreis.

Aus erster Hand berichtete Dr. Stefan Kohl über die Entwicklungen der vergangenen Jahre und die Zukunftsaussichten. Der Wasserverband betreut seit über 60 Jahren den Norden des Landkreises Rotenburg mit den Samtgemeinden Tarmstedt, Gnarrenburg, Selsingen, Sittensen, Geestequelle und der Stadt Bremervörde. Mit vier Wasserwerken und 30 Förderbrunnen versorgt der Wasserverband über 65.000 Menschen im Nordkreis.

Der Nordkreis ist mit seinen Niederungen ein sehr wasserreiches Gebiet, sodass zurzeit keine Wasserknappheit droht. Trotzdem regte Dr. Kohl zum Wassersparen an. „Die vergangenen Dürreperioden haben gezeigt, dass auch wir an unsere Grenzen kommen“, so Dr. Kohl. Viele Verbraucher:innen spürten das durch Druckabfall zu stark frequentierten Zeiten. Speziell im Sommer bereitet der hohe Wasserbedarf, verursacht durch Gartenbewässerungen und Befüllungen der Pools Sorge. In anderen Ländern ist das Befüllen von Gartenpools inzwischen verboten. Ob es hier auch so weit kommen wird, wird sich zeigen.

Um sich auf die Klimaerwärmung und die damit einhergehenden höheren Wasserbedarfe vorzubereiten, führt der Wasserverband zurzeit Bohrungen durch, um zusätzliche Quellen zu erschließen. Auch ist ein neues Wasserwerk in Minstedt in Planung.

Die Qualität des Grundwassers wird ständig durch Probenentnahmen kontrolliert, dabei fallen besonders die Rückstände durch die Landwirtschaft, verursacht durch Düngung, Herbizide, Fungizide und Pestizide, auf. Auch die Einträge der Industrie durch Farben, Öle und der haushalte durch Medikamentenrückstände und Ewigkeitschemikalien wie PFAS und TFA gefährden das Grundwasser. Deshalb arbeitet der Wasserverband eng mit der Landwirtschaft in Wasserschutzgebieten zusammen, um unnötige Belastungen zu vermeiden.

Das Klima wandelt sich speziell in Europa besonders stark. Extreme Witterungsverhältnisse wie Starkregen und lange Trockenphasen stellen das Ökosystem vor neue Herausforderungen. Auswirkungen wir Ernteausfälle oder Fischsterben verdeutlichen, wie sensibel unser Lebensraum reagiert, wenn Wasser fehlt.

Fazit der Delegation der Grünen Ortsverbände: „Unser Trinkwasser ist von sehr guter Qualität. gerade deshalb sollten wir sehr achtsam mit unserem Grundwasser umgehen und jede unnötige Verschmutzung vermeiden“, so Marion Kaiser, Sprecherin der Grünen Bremervörde.


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