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Grundschule Engeo und NABU kooperieren

Bremervörde (eb). Mit dem neuen Projekt „Umweltbildung querbeet“ werden praxisnahe Möglichkeiten entwickelt, Umweltbildung im Unterricht weiterzuführen.

Elke Wladarsch (Schulleiterin, l.) und Sanja Winkelmann (Fachleitung Sachunterricht, r.) freuen sich über die neuen Materialkisten, die Bettina Schroeder (NABU) der Grundschule Engeo für das neue Projekt „Umweltbildung querbeet“ überreicht.

Elke Wladarsch (Schulleiterin, l.) und Sanja Winkelmann (Fachleitung Sachunterricht, r.) freuen sich über die neuen Materialkisten, die Bettina Schroeder (NABU) der Grundschule Engeo für das neue Projekt „Umweltbildung querbeet“ überreicht.

Nachdem Bettina Schroeder, Biologin und pädagogische Mitarbeiterin der NABU Umweltpyramide, zusammen mit dem Kollegium der Grundschule Engeo, rund um vier bewährte Seminare des NABU neue Lehreinheiten entwickelt hat, geht das Projekt nun für ein dreiviertel Jahr in die Erprobungsphase.

„Ich habe mich sehr gefreut, als die NABU Umweltpyramide vor einem Jahr an uns herangetreten ist, ob wir als Pilotschule Umweltbildungseinheiten mit entwickeln, erproben, evaluieren und dann auch langfristig in Kooperation weiterführen möchten“, berichtet Elke Wladarsch, Schulleiterin der Grundschule Engeo in Bremervörde. „Dies erschien mir eine großartige Chance, Unterricht an die Herausforderungen, die die heutige Zeit mit sich bringt, anzupassen und bei dieser Neugestaltung als gesamtes Kollegium aktiv mitzuwirken.“

Jede Klasse der Grundschule Engeo wird demnächst die NABU Umweltpyramide zu einem ausgewählten Thema besuchen: Die 1. Klassen erforschen die Welt der Insekten und Spinnen, die 2. Klassen werden die Tierwelt in Teichen und im Bach erleben, die 3. Klassen dreschen Korn, mahlen Mehl und backen Brot und Kekse im neuen Lehmbackofen, die 4. Klassen werden sich auf die „Spuren der Wölfe“ begeben.

Die Erlebnisse an jenen Tagen werden durch das Projekt auf die Schule erweitert, indem sie im Unterricht kurz vorbereitet und anschließend über mehrere Wochen fächerübergreifend weitergeführt werden. Viele der neuentwickelten Lehreinheiten gehen aus dem Klassenzimmer hinaus in die belebte Natur. „Der Ansatz des NABU geht weit über die sachbezogenen Inhalte hinaus“, betont Elke Wladarsch. „Ziele sind unter anderem, durch das direkte Naturerlebnis Emotionen zu wecken, die Kinder erleben zu lassen, wie wichtig eine intakte Natur ist, ihnen aber auch auf jeden Fall Handlungsoptionen aufzuzeigen, damit sie spüren, dass sie in der Lage sind, etwas Positives zu bewirken,“ berichtet sie weiter.

Und noch etwas kommt bei diesen Lehreinheiten zum Tragen: „Unsere Seminaren in der NABU Umweltpyramide sind handlungsorientiert und so gestaltet, dass jedes Kind im eigenen Tempo selbstbestimmt und seiner Neigung entsprechend mitmachen kann“, erzählt Bettina Schroeder. „Ich möchte aufzeigen, mit welchen Methoden wir arbeiten und erproben, in welcher Form sie an einer Schule ebenfalls Anwendung finden können.“ Sie sei sich natürlich bewusst, dass die Gegebenheiten an einer Schule mit denen im Umweltbildungszentrum nicht zu vergleichen sind. „Um sicher zu gehen, dass meine Vorschläge mit dem Schulalltag zu vereinbaren sind, habe ich ein halbes Jahr sehr intensiv im Unterricht hospitiert“, berichtet Bettina Schroeder vom Projektablauf.

Damit es nicht an einer Forscherausrüstung für die Kinder mangelt, hat Elke Wladarsch, zusammen mit Sanja Winkelmann als Fachleitung für Sachunterricht, fünf mit Lupen, Bestimmungsliteratur, Augenbinden und weiteren Materialien gefüllte Kisten vom NABU in Empfang nehmen dürfen.

Die erprobten Lehreinheiten werden nach Abschluss des Projektes jeder Schule, die die entsprechenden Seminare in der NABU Umweltpyramide bucht, zur Verfügung gestellt werden. Dies wird ein wichtiger Baustein zur Etablierung von „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ an Grundschulen, sind sich alle Beteiligten sicher.


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