Gemeinsam für den Igelschutz
Gnarrenburg. Immer mehr Gärten werden mit automatischen Mährobotern gepflegt. Was für viele Menschen eine praktische Unterstützung im Alltag ist, kann für Igel und andere Kleintiere zur tödlichen Gefahr werden. Die Gemeinde Gnarrenburg möchte deshalb auf die Risiken aufmerksam machen und ruft alle Besitzer:innen von Mährobotern dazu auf, ihre Geräte ausschließlich tagsüber einzusetzen. Denn besonders in den Abend- und Nachtstunden sind viele heimische Wildtiere aktiv. Vor allem Igel gehen dann auf Nahrungssuche. Anders als viele Tiere fliehen sie bei Gefahr nicht, sondern rollen sich zum Schutz zusammen. Gegen die scharfen Klingen moderner Mähroboter bietet dieses natürliche Verhalten jedoch keinen ausreichenden Schutz.
Jedes Jahr werden zahlreiche Igel durch Mähroboter schwer verletzt oder getötet. Doch nicht nur Igel sind betroffen. Auch Frösche, Kröten, Eidechsen, Insekten und andere Kleintiere geraten regelmäßig in die Fahrbahn der Geräte. Besonders gefährdet sind Jungtiere, da sie Gefahren häufig nicht rechtzeitig erkennen oder ihnen nicht ausweichen können.
Naturschutzverbände und Tierexperten empfehlen daher dringen, Mähroboter ausschließlich tagsüber einzusetzen. Idealerweise zwischen dem späten Vormittag und dem frühen Abend. Zu dieser Zeit befinden sich viele nachtaktive Tiere in ihren Verstecken und sind deutlich weniger gefährdet.
Einfacher Beitrag zum Artenschutz
Bürgermeister Marc Breitenfeld bittet die Bürger:innen um Unterstützung: „Der Schutz unserer heimischen Tierwelt beginnt oft direkt vor der eigenen Haustür. Wer seinen Mähroboter tagsüber statt in den Abend- oder Nachtstunden einsetzt, kann mit wenig Aufwand dazu beitragen, Igel und andere Kleintiere vor schweren Verletzungen zu bewahren. Mit dieser einfachen Maßnahme kann jeder Gartenbesitzer einen konkreten Beitrag zum Artenschutz leisten.“
Die Gemeinde Gnarrenburg bittet alle Besitzer:innen von Mährobotern, diese einfache Maßnahme umzusetzen. Die Nutzung zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ist in den meisten Fällen ausreichend, um den Rasen zu pflegen und gleichzeitig die heimische Tierwelt zu schützen.

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