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Gegen Altersarmut

Die IG BAU fordert zum Tag der Gebäudereinigung mehr Respekt und bessere Löhne für Reinigungskräfte.

 

Reinigungskräfte sorgen dafür, dass andere Menschen ein „sauberes“ Leben haben.

Reinigungskräfte sorgen dafür, dass andere Menschen ein „sauberes“ Leben haben.

Bild: Eb

Landkreis Rotenburg. Sie sorgen für saubere Büros, Schulen und Altenheime: Rund 300 Gebäudereiniger:innen arbeiten im Landkreis Rotenburg. „Doch bei ihnen ist längst nicht alles im Reinen: Oft fehlt es am Respekt für ihre Arbeit. Und immer hapert es am Geld. Wer schrubbt, saugt und den Müll der anderen wegräumt, hält zwar alles am Laufen, verdient aber meistens nur einen Niedriglohn. Spätestens mit der Rente droht dann Armut im Alter“, sagt Inge Bogatzki von der IG BAU Land Bremen und Umzu. Zum „Tag der Gebäudereinigung“ am Montag, 15. Juni, fordert die IG BAU deshalb einen „Respekt- und Lohn-Schub“ für die Arbeit im Reinigungsgewerbe.

„Wer ein Leben lang dafür sorgt, dass die anderen ein sauberes Leben haben, der darf am Ende nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen sein“, so Bogatzki. Eine Gebäudereinigerin mit Vollzeitjob müsse beim heutigen Lohn – rein rechnerisch – über 70 Jahre lang arbeiten, um auf die Höhe der Durchschnittsrente zu kommen. „Reinigung und Rente – das ist im wahrsten Sinne ein Armutszeugnis, Krasse Lohnunterschiede sind allerdings ein Risiko für den Zusammenhalt in der Gesellschaft – und Niedriglöhne damit sozialer Sprengstoff“, warnt Bogatzki.

Sie appelliert an die Bundestagsabgeordneten von CDU und SPD aus dem Landkreis Rotenburg und der Region, bei der anstehenden Rentenreform gegenzusteuern. „Wer ein Berufsleben lang Flure wischt, Fenster putzt und Toiletten sauber hält, hat es verdient, im Alter von der Rente in Würde leben zu können“, fordert die Vorsitzende.

Außerdem müsse es bei der kommenden Tarifrunde für die Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk ein kräftiges Lohn-Plus geben. „Darauf sollten sich die 27 gebäudereinigungsunternehmen im Landkreis Rotenburg schon einmal einstellen“, sagt Inge Bogatzki. Sie beruft sich bei den Zahlen zu den Beschäftigten und den Betrieben in der Gebäudereinigung auf Angaben der Arbeitsagentur.


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