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Zukunft noch offen - Kirchenvorstand berät über Gemeindehaus

Schwanewede (eb). Inzwischen ist es sicher überall bekannt: Die Kirchengemeinde ist gezwungen, Entscheidungen über die Zukunft des Gemeindehauses auf dem „Heiligen Hügel“ in der Ostlandstraße zu treffen. Gemessen an der aktuellen und in der Prognose weiterhin sinkenden Gemeindegliederzahl ist das bestehende Gebäude viel zu groß und aufgrund der alten und energetisch mangelhaften Bausubstanz im Unterhalt deutlich zu teuer.
Darum beschäftigt sich der Kirchenvorstand seit einiger Zeit mit diesem Thema. Die Überlegungen des KV gehen in viele Richtungen: Ist es sinnvoll, einen Teil des bestehenden Gebäudes umzubauen, zu sanieren und mittels Teilabrisses die Fläche auf etwa die Hälfte zu reduzieren? Oder ist ein Neubau, möglicherweise am Standort des ehemaligen Militärpfarrhauses Ecke Ostlandstraße/Danziger Straße oder auf einem anderen geeigneten Grundstück in Schwanewede eine perspektivisch sinnvollere und zukunftsfähigere Maßnahme?
Die Kosten für Umbau und Sanierung des Bestandes müssten Kirchengemeinde und Kirchenkreis alleine tragen; im Falle eines Neubaus würde auch die Landeskirche ein Drittel der Kosten übernehmen. Bei einem Neubau würden sich die künftigen laufenden Unterhaltskosten pro Quadratmeter voraussichtlich auf 20-25% des jetzigen Betrags reduzieren, was bei deutlich verkleinerter Fläche eine spürbare Kosteneinsparung brächte.
Die Überlegung, denH eiligen Hügel aufzugeben, hat in der Gemeinde die Gemüter erregt. Der lokalen Presse war es unlängst mehrfach zu entnehmen: Die „Initiative Heiliger Hügel“ hat es binnen weniger Wochen geschafft, über 400 Unterschriften für den Erhalt der bestehenden Immobilie zu sammeln.
Nach den letzten Pressemitteilungen machte es den Eindruck, dass der KV dem Aktionismus der Gemeinde untätig zusieht. Dies stimmt nicht. Er ist tätig, aber es braucht eben seine Zeit, alle Gedankengänge „abzuarbeiten“. Angesichts der geschilderten Lage nützt es wenig, einzig darauf zu setzen, am Altvertrauten festzuhalten und neue Ideen von vornherein abzulehnen. Dankbarkeit für Jahrzehnte erfüllender Gemeindearbeit auf dem „Heiligen Hügel“ ist angebracht. Sie darf aber nicht dazu führen, die Augen vor den Herausforderungen der Zukunft zu verschließen.
Planvolles und vorausschauendes Handeln für die nächsten Jahrzehnte ist gefragt. Für ein planvolles Vorgehen führt der Kirchenvorstand unter anderem Gespräche mit Vertretern der Kommune. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des Kirchenvorstands, der Mitarbeiter, der Initiative Heiliger Hügel und fachkundiger Einzelpersonen kümmert sich ausschließlich um das Thema Zukunft des Gemeindehauses und prüft die verschiedensten Möglichkeiten. Ausdrücklich weist der Kirchenvorstand daraufhin, dass noch keine Entscheidungen oder Beschlüsse getroffen wurden.


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