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Zäune auf Abruf: Landkreise wappnen sich gegen Afrikanische Schweinepest

Landkreis (eb). Mehrere Landkreise in der Region bereiten sich gemeinsam auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest vor. Zäune sind das Mittel der Wahl.
Wildschweine können die Afrikanische Schweinepest übertragen. Für den Fall eines Ausbruch sollen Zäune dabei helfen, die Seuche unter Kontrolle zu halten. Foto: AdobeStock/sunset man

Wildschweine können die Afrikanische Schweinepest übertragen. Für den Fall eines Ausbruch sollen Zäune dabei helfen, die Seuche unter Kontrolle zu halten. Foto: AdobeStock/sunset man

Die Gefahr der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Niedersachsen ist unverändert hoch. Für den Menschen ist diese ansteckende Tierseuche ungefährlich. Bei Haus- und Wildschweinen hingegen verläuft sie meist tödlich und verursacht daher großes Tierleid und enorme wirtschaftliche Verluste, insbesondere auch durch Vermarktungseinschränkungen.
 
Zäune sollen helfen
 
Vor diesem Hintergrund haben sich in dieser Woche Vertreter:innen der Landwirtschaft, der Maschinenringe und der Veterinärämter, jeweils aus den Landkreisen Cuxhaven, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Stade und Verden in einer Videokonferenz zum Thema Zaunbau ausgetauscht. Der Zaunbau stelle im Falle des Ausbruchs vor Ort einen wichtigen Puzzlestein in der Bekämpfung der ASP bei Wildschweinen dar, stellten die Teilnehmer:innen fest.
In der Konferenz wurden die Herausforderungen beim Zaunbau unter Einbeziehung von Fragen von Flächeneigentümern, Festlegung und Erreichbarkeit des zu umzäunenden Gebietes, Ermittlung der aktuellen Schwarzwild-Einstandsgebiete, Bewältigung von möglichen Unterbrechungen der Zaunlinie bspw. bei Straßen und Wegen erörtert. Bei der Festlegung des Zaunverlaufs komme es entscheidend darauf an, die Kenntnisse der „Praktiker“, das heißt, der Jägerschaften, der Maschinenringe und der Landwirtschaft, einzubeziehen.
 
Material auf Abruf bereit
 
Die fünf Landkreise haben nach europaweiter Ausschreibung einen sogenannten Stand-by-Vertrag mit einer in der Region ansässigen Zaunfirma abgeschlossen. Das Unternehmen hat sich vertraglich verpflichtet, nach den Vorgaben des Tierseuchenkrisenzentrums Material für 25 km elektrischen Zaun sowie 50 km festen Zaun vorzuhalten und binnen 24 bzw. 72 Stunden an den Ausbruchsort zu liefern. Auch das Land Niedersachsen hat Zäune beschafft. Den Zugriff darauf hat die zuerst betroffene Region. Um für die hiesige Region sicher auf einen Zaun zugreifen zu können, hatten sich die fünf Landkreise für eine zusätzliche eigenständige Beschaffung entschlossen.


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