

Osterholz-Scharmbeck. Mitte August möchten sich die Herren der Bürgerstiftung Arnholt unter allen Bewerbungen um einen Stiftungspreis, der bis zu 5.000 Euro schwer sein wird, auf die Preisträger festlegen. Ab sofort können Vorschläge und Bewerbungen abgegeben werden.
Der Stiftungsvorsitzende Fritz Bokelmann stellte kurz die Historie der Stiftung vor, die begründet wurde durch Otto Arnholt, in Osterholz-Scharmbeck im Jahre 1927 geboren und 2015 gestorben. Der Spross einer Bänkerfamilie habe durch Wertpapiere ein Vermögen erwirtschaftet, erzählte Fritz Bokelmann, und als edler, sozialer und großzügiger Mann wenige Jahre vor seinem Tod eine Stiftung eingerichtet und seiner Heimatstadt vermacht. Seitdem werfe ein siebenstelliger Stiftungsstock jährlich ungefähr 20.000 Euro ab, die zu beinahe 100 Prozent („ein kleinster Teil deckt die Kosten des Verwaltungsbereichs, wobei wir als Vorstand und Kuratoren ohne Aufwandsentschädigung arbeiten“, so Bokelmann), weitergegeben würden als Preisgeld für die ausgesuchten Projekte. Voraussetzung: Die Einrichtungen sind gemeinnützig und damit förderwürdig und ausschließlich in, aus und für die Stadt Osterholz-Scharmbeck.
„In jedem Jahr loben wir den Stiftungspreis in Höhe von 3.000 Euro aus. Nun wollen wir den Preis auf 5.000 Euro erhöhen“, sagte Bokelmann. „Weitere Empfänger werden nicht leer ausgehen“, versprach Bokelmann weitere Anerkennungspreise.
„Die höhere Dotierung des Stiftungspreises soll auch dem Preis mehr Bedeutung geben. Wir fördern wenige, aber sehr substanzielle Projekte. Und wir fördern gern Projekte“, unterstrich Martin Wagener als Stiftungsvorstandsmitglied. So konnten in den letzten Jahren über Ilse Schröder als Geehrte die Projekte der Kirchengemeinde St. Marien unterstützt werden, die Plattmüüs des Theaters in OHZ, aber auch OHZ hilft, die Kreismusikschule, der Tierschutzverein und auch Tiere in Not. „Tippgeber sind erwünscht!“, sagte Wagener mit Nachdruck, denn man habe sonst durchaus Schwierigkeiten, den Stiftungsbetrag loszuwerden. Volker Lütjen, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung, verdeutlichte, dass man sich im Klaren sei, dass sich auch die förderungswürdigen Institutionen und Projekte in derzeit schwierigen Zeiten befänden. „Der Bedarf an Zuschuss wächst heutzutage. Wir freuen uns auf die Präsentationen der ehrenamtlichen und uneigennützig Tätigen.“
Die Bewerbungsfrist für den Stiftungspreis in Höhe von 5.000 Euro endet zwar am 16. August, „aber davor und danach können Sie gern Ihre Anträge stellen“, so die Vertreter der Bürgerstiftung Arnholt. Vorschläge und Bewerbungen können per Mail unter buergerstiftung-arnholt@osterholz-scharmbeck.de eingereicht oder direkt im Rathaus abgegeben werden. Am 7. Oktober soll der Stiftungspreis der Bürgerstiftung Arnholt zum fünften Mal verliehen werden.


