

Osterholz-Scharmbeck. Der Neubau der Integrierten Gesamtschule (IGS) Osterholz-Scharmbeck kommt voran. Nach Abschluss des Vergabeverfahrens hat die Stadt eine Arbeitsgemeinschaft aus Gottfried Stehnke, August Reiners und Zech Bau mit der Errichtung des neuen Schulgebäudes einschließlich der Schulhofflächen beauftragt. Damit sei ein wichtiger Meilenstein für eines der größten Investitionsprojekte in die Bildungsinfrastruktur der Stadt erreicht, teilt die Verwaltung mit.
Die Planungen für den Neubau hatten bereits im März 2022 begonnen. Die Baugenehmigung wurde im August 2025 erteilt. Der erste Spatenstich soll noch vor den nächsten Kommunalwahlen erfolgen. Der Umzug der Schule in den Neubau ist nach aktuellem Stand für die Sommerferien 2028 vorgesehen. Bis März 2029 sollen anschließend auch die Abbrucharbeiten am bisherigen Schulgebäude sowie die Freianlagen abgeschlossen sein.
Neubau im Innenhofbereich
Das neue Schulgebäude entsteht auf dem Gelände der bestehenden Schulanlage im Innenhofbereich. Vorgesehen ist ein eigenständiger zwei- bis dreigeschossiger Bau mit einer Bruttogrundfläche von rund 13.872 Quadratmetern. Hinzu kommen etwa 41.424 Quadratmeter Außenanlagen.
Die bestehende Sporthalle und Mehrzweckhalle wurden bereits vor Beginn der Neubaumaßnahme abgebrochen. Nach Fertigstellung des Neubaus soll das bisherige Schulgebäude zurückgebaut werden. Die Mensa wird saniert, das Gebäude M56 sowie der bereits errichtete Sporthallenneubau bleiben erhalten.
Geplant wurde das Projekt von SchröderArchitekten aus Bremen als Generalplaner. Beteiligt sind außerdem Hansa Planung für die technische Gebäudeausrüstung, Krebs und Kiefer für die Tragwerksplanung sowie Horeis und Blatt für die Freianlagen. Die Projektsteuerung liegt bei Hitzler Ingenieure.
Platz für Sekundarstufe I und II
Der Neubau soll Platz für eine vierzügige Sekundarstufe I sowie eine fünfzügige Sekundarstufe II bieten. Im Zentrum des Gebäudes ist eine Erschließungsachse vorgesehen, die alle Bereiche miteinander verbindet. Moderne Unterrichtscluster, offene Lernlandschaften, eine Mediothek und großzügige Aufenthaltsflächen sollen ein zeitgemäßes Lernumfeld schaffen. Große Glasflächen sollen für helle Räume sorgen und zugleich Kommunikation und Transparenz im Schulalltag fördern.
Bürgermeister Torsten Rohde betont die Bedeutung des Projekts für die Stadt. „Die IGS ist ein wesentlicher Bestandteil der regionalen Schullandschaft. Der Neubau schafft nun die Voraussetzungen dafür, dass die IGS auch künftig ein attraktiver und leistungsfähiger Lernort bleibt“, sagt Rohde.
Klimafreundliches Schulgebäude
Auch Nachhaltigkeit spielt bei dem Neubau eine zentrale Rolle. Das Gebäude wird nach Angaben der Stadt als klimafreundliches Nichtwohngebäude nach dem Standard Effizienzgebäude 40 geplant. Ziel ist eine Förderung über das KfW-Programm „Klimafreundlicher Neubau – Kommunen“.
Die Konstruktion kombiniert einen Stahlbetonskelettbau mit einer Holzfassade und Holz-Aluminium-Fenstern. Dadurch soll der CO2-Fußabdruck reduziert werden. Zugleich soll die Bauweise ausreichend Flexibilität für künftige pädagogische Anforderungen bieten.
Auch die technische Ausstattung wird auf moderne Standards ausgerichtet. Geplant sind eine Wärmeversorgung durch Geothermie, eine Photovoltaikanlage sowie eine leistungsfähige Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Zusätzlich ist natürliche Fensterlüftung vorgesehen. Eine flächendeckende WLAN-Versorgung sowie PVC- und halogenfreies Kabel- und Schaltermaterial ergänzen das Konzept.
Mit dem Neubau erhält die IGS Osterholz-Scharmbeck nach Einschätzung der Stadt eine moderne und langfristig tragfähige Lernumgebung. Zugleich soll das Projekt den Schulstandort Osterholz-Scharmbeck weiter stärken.

