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Vogeler als Vorbild „Der Krieg ist nicht alternativlos“

Osterholz-Scharmbeck (eb). Das Friedensbündnis OHZ nimmt sich für eine Protestaktion ein Vorbild an Heinrich Vogeler.

Das Friedensbündnis OHZ hält seit sechs Monaten jede Woche Mahnwachen gegen den Krieg auf dem Marktplatz der Kreisstadt. Bei den Aktivistinnen ist die Enttäuschung groß, „weil inzwischen Kanzler Scholz und Außenministerin Baerbock so handeln, als dauere der Krieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine noch Jahre.“
Das Mahnwachen-Team will einen Brief, den Heinrich Vogeler vor mehr als hundert Jahren an den deutschen Kaiser schrieb, zum Vorbild für eine aktuelle Friedensaktion nehmen. Vogeler forderte in seinem christlich-ethischen Appell im Januar 1918 das sofortige Ende des grauenvollen Krieges. Er riskierte damit sein Leben.
„Es gibt aktuelle Parallelen zu der Situation im 1.Weltkrieg“, erklärt Uli Priester vom Friedensbündnis OHZ, „ die Verbrechen, das Leiden der Menschen und die schwindende Aussicht auf Frieden. Es ist Zeit einen Schlusspunkt zu setzen, eine militärische Lösung würde das jetzt schon unbegreifbare Leid und die Not vergrößern.“
Den Mut, den Heinrich Vogeler 1918 bewies, macht das Friedensbündnis OHZ zum Thema der Mahnwachen am 30. August und 6. September, jeweils um 18.30 auf dem Marktplatz in Osterholz-Scharmbeck. Vogelers "Brief an den Kaiser" wird vom Verleger Donath am Donnerstag, 1.September im Kulturzentrum KUZ, Am Kleinbahnhof 1, vorgestellt. Das Mahnwachen-Team unterstützt diese Veranstaltung.


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