Janine Girth

Viele gute Ideen - Kunsthandwerkermarkt auf der Museumsanlage kam wieder gut an

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Die Töpferin Anne Wellershaus arbeitet mit Steinzeugton, der frostsicher und sehr stabil ist.  Foto: ui

Die Töpferin Anne Wellershaus arbeitet mit Steinzeugton, der frostsicher und sehr stabil ist. Foto: ui

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Osterholz-Scharmbeck. Seit vielen Jahren zieht es die Menschen zum Kunsthandwerkermarkt in die Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck. Seit 2017 liegt die Organisation in den Händen des Fördervereins der Museumsanlage und des Norddeutschen Vogelmuseums. Dieser Markt, der in diesem Jahr unter dem Motto „Museum - Zukunft lebendiger Traditionen“ stattfand, trage dazu bei, die Anlage zu erhalten und mit Leben zu erfüllen, sagte der erste Vorsitzende Dr. Detlef Risch am Internationalen Museumstag.
Die 40 Aussteller, der leichte Jazz der Lloydstreet Bigband und die super Stimmung - „das finde ich richtig gut“, so Dr. Risch. „Und jedes Jahr buchen wir gutes Wetter dazu.“ Er bedankte sich bei den vielen Ehrenamtlichen, die das Ganze ermöglichten, aber auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Scharmbeckstotel, die für die Sicherheit sorgten. „Unterstützen Sie uns weiter, wir haben das nötig“, wendete er sich an die vielen Besucher.
Zu den Ausstellern zählte Babs Mann aus Bremerhaven, die ihre Gartenstecker und kleinen, lustigen Figuren aus Ton anbot. Sie habe 1969 mit einem VHS-Kurs begonnen, seitdem ist sie auf vielen Märkten anzutreffen. „Ich habe immer Glück, die Leute sagen, ich habe schöne Sachen“, freute sie sich über das Lob der Kunden.
Gegenüber hatte der NABU einen Stand. Hier konnten nicht nur Nistkästen erworben werden, sondern Kinder auch Schmetterlinge und Vögel basteln. Mit Laubsäge, Sperrholz, Papier und anderen Materialien ging‘s ans Werk.
Handwerkskunst stand im Mittelpunkt
Handgefertigte Grußkarten mit seinen Originalfotos aus dem Teufelsmoor hatte Volker Schneller dabei. Wie seine Fotos auf Leinwand wirken, zeigte er anhand von verschiedenen Exponaten. Handarbeit aus Kokos, Samen und Steinen in Kombination mit Makramee, Silber und Laubsägearbeiten sowie Wolle, Socken, Felle und Taschen fanden ebenso ihre Aufmerksamkeit wie die Punktmalerei (Acryl) auf Mandalasteinen. Für Angela Petermann aus Osterholz-Scharmbeck ist dieses kreative Hobby ein Ausgleich für ihre Arbeit am PC.
Schwimmkugeln, Figuren, filigrane Schalen und mehr stellte die Axstedter Töpferin Anne Wellershaus aus. Sie arbeitet mit Steinzeugton, der bei 1.220 Grad gebrannt wird und somit frostfest und sehr stabil ist.
Seit 16 Jahren stellt Marlis Schröder Silberschmuck aus Besteck her. Sie war nicht das erste Mal mit ihren Broschen, Ohrringen, Armreifen, Ketten und Ringen auf dem Kunsthandwerkmarkt. Lose für die Tombola verkauften an diesem Tag die Torfschiffer Matthias Mahnken und Volker Schröder. Der Hauptpreis war eine Torfkahnfahrt auf den Wasserwegen der Hammeniederung. Der Erlös kommt der Museumsanlage zugute. „Es muss noch viel gemacht werden“, meinte Matthias Mahnken.
Seidenmalerei als Buchumschläge, diverse Seifen, aus Pappe gefertigte Torten für Geldgeschenke und Gutscheine – an Ideen mangelte es nicht. Die Innenarchitektin Petra Ecker aus Bremen hatte nicht nur Gemälde aus Acryl dabei, sondern auch selbst gestaltete Grußkarten zu verschiedenen Anlässen.
Seit vielen Jahren ist der Geigenbauer Siegfried Stölting aus Drangstedt dabei. Auch dieses Mal faszinierten seine Instrumente die Besucher, wie zum Beispiel seine aus einem Holzschuh umgebaute Geige, von der er aus Jux auch eine Miniaturausgabe im gleichen Design gebaut hat, sowie seine zwölfsaitige Viola d‘amore.
Harald Brummerloh und seine Frau Sylke boten nicht nur Honig an, sondern auch Met und Säfte. Interessierten erklärte der Worpsweder Imker auch gern an einem Schaukasten das Leben der Bienen. Fünf Frauen des Spinnkreises des Heimatvereins Schwanewede konnte man beim Spinnen zusehen.
Zu essen und trinken gab es natürlich reichlich an diesem Tag. Ob Flammkuchen, gebratene Champignons oder selbst gebackener Kuchen - für jeden Geschmack war etwas dabei.


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