Patrick Viol

Dinge anders denken

Worpswede (akl). Vier Parteien einigen sich auf Lars Koch als gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten. Die Suche der vier Parteien – UWG, SPD, die Linke und die Grünen – nach einem gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Worpsweder Bürgermeisters konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Nach einem mehrstufigen Auswahlprozess einigten sich die Vertreter der Ratsfraktionen auf Lars Koch. Somit bewerben sich aktuell drei Kandidaten um die Nachfolge des scheidenden langjährigen Bürgermeisters Stefan Schwenke. Neben Rechtsanwalt Felix Westphal von der CDU hatte auch der parteilose Galerist Markus Lippeck seine Kandidatur angemeldet. Glücksgriff Worpswede Der gebürtige Bremer Lars Koch lebt seit fünfzehn Jahren in der Gemeinde Worpswede und bezeichnet die Entscheidung für den Umzug in das Künstlerdorf als einen Glücksgriff. Er genieße diesen „wunderbaren Lebensraum“ mit seinen beiden schulpflichtigen Kindern und seiner Ehefrau und würde den Ort gerne in verantwortungsvoller Position in den nächsten Jahren gestalten. Koch studierte Wirtschaftswissenschaften an der Uni Bremen und vier weitere Jahre in den USA. Nach Abschluss des Masterstudiengangs in „Steuerrecht“ und „Management“ war er vier Jahre im Forschungs- und Entwicklungsbereichen der Universität Bremen tätig. 2001 übernahm er als Geschäftsführer die Geschicke der „NETZ-Zentrum für innovative Technologie Osterholz GmbH“ und half Unternehmensgründern beim Aufbau ihrer Firmenkonzepte. Dabei seien die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises Osterholz und der Aufbau eines starken Netzwerkes wichtige Arbeitsfelder gewesen. 2004 suchte Koch neue Herausforderungen und agiert seitdem als selbstständiger „Systemischer Agiler Coach“ sowie in der Unternehmensentwicklung. In seiner Freizeit engagiert sich der passionierte Fahrradfahrer ehrenamtlich und betreut unter anderem die Fußball-Bambinis bei der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Hamme. Er selber hat in seiner Jugend beim SV Hemelingen gespielt. Mangels ausreichenden Talents wechselte er zum Tischtennis gewechselt. Dinge anders denken Lars Koch ist sich den Herausforderungen, die das Amt des Worpsweder Bürgermeisters mit sich bringt, bewusst. Er sieht aber auch die Chancen, den Künstlerort weiterzuentwickeln und in ein neues Zeitalter zu führen. „Das reizt mich tatsächlich“. Dabei baue er vor allem auf gemeinsame Entscheidungen aller Beteiligten. „Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger offen ein, zusammen, weit über alle Fraktionsgrenzen hinweg, an der Zukunft Worpswedes mitzuarbeiten.“ Manche Dinge müsse man eventuell anders denken als in der Vergangenheit, um das enorme Potenzial des Ortes auszuschöpfen. Er wolle dialogorientiert seine Arbeit verrichten und glaubt, dass seine Kontakte zu Verwaltungen und Politik aus seinen bisherigen Tätigkeiten hierbei gute Voraussetzungen seien. In den nächsten Wochen wolle er gemeinsam mit den vier Ratsfraktionen zügig an einem gemeinsamen Programm arbeiten. Formal muss Lars Koch noch 120 Unterstützungsunterschriften für seine Bewerbung sammeln und parallel die Mitglieder der Parteien UWG, SPD, die Linke und die Grünen den Kandidaten offiziell nominieren. Alle an diesem Prozess Beteiligten sehen darin aber keine große Hürde und gehen davon aus, bereits in Kürze Vollzug melden zu können.

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