

Sandbostel. Bereits zum vierten Mal findet am Samstag und Sonntag, 13. und 14. Juni, das Friedensfestival auf dem Gelände der Gedenkstätte Lager Sandbostel statt. Acht Bands und Singer-Songwriter aus der Region und darüber hinaus treten auf und wollen Frieden und Demokratie mit ihrer Musik „auf laut“ stellen. Auch der Schauspieler Werner Wölbern, der unter anderem aus „Babylon Berlin“ bekannt ist, wird zu Gast sein. Er liest au Tagebüchern von Kriegsgefangenen, die im Lager Sandbostel interniert waren.
Das Programm
Am Samstag, 13. Juni, startet das Festival um 18.30 Uhr mit einem gemeinsamen Friedensliedersingen mit der Stader Musikern Sarah Müller. Zusätzlich wird sie unter anderem Songs ihrer neuen CD spielen.
Fortgesetzt wird das Festival am Sonntag, 14. Juni, um 14 Uhr. Neben dem Gelände der Gedenkstätte wird auch die gegenüberliegende sogenannte Lagerkirche der evangelischen Kirchengemeinde Selsingen einer der Veranstaltungsorte sein. Zwischen diesen beiden Örtlichkeiten gibt es Platz für Begegnungen und Gespräche sowie kulinarische Angebote aus der Region. Das Line-Up verspricht verschiedene Stile für ein generationsübergreifendes Publikum, eigene Texte, authentische Musik, laute und leise Töne und die alte John-Lennon-Botschaft „Give peace a chance“.
„Wir nutzen die Kultur als Brücke, um Menschen aus unterschiedliche Milieus und Hintergründen anzusprechen und ihnen an einem besonderen Ort Räume der Begegnungs, des Austauschs und des Netzwerkens zu bieten“, sagt Michael Freitag-Parey, Friedenspädagoge an der Gedenkstätte Lager Sandbostel. „In einer Zeit, die viele Menschen verängstigt und irritiert, liegt der Nutzen einer solchen Veranstaltung wie dem Friedensfestival auch darin, Menschen Orientierung und Haltung anzubieten“, ergänzt Kristian Goletz, Pastor in Bevern. „Wir möchten Impulse teilen, um differenzierter und versierter innerhalb der Zivilgesellschaft zu agieren. Denn unser Ziel ist es, die Demokratie zu schützen und sie mit Leben zu füllen.“ Mareike Kelzenberg, Historikerin an der Gedenkstätte, unterstreicht dieses Anliegen: „Wir sind überzeugt davon, dieser historische Ort mahnt zu mehr Demokratie und Menschenwürde. Und genau hier wollen wir Menschen zusammenbringen, vernetzen und so Resonanzräume schaffen.“
Das Festival ist ein Happening mit unterschiedlichen Musikstilen, kulinarischen Angeboten, heißen und kalten Getränken, verschiedenen Ausstellungen zur Geschichte des historischen Ortes, einer Kunst-Aktion von Schülerinnen und Schülern, weiteren Interaktionen und einem kurzweiligen Angebot für Familien mit Kindern. Der Eintritt zum gesamten Wochenendprogramm ist kostenlos. Während des Festivals wird um Spenden für die friedenspädagogische Arbeit am Gedenkort gebeten. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter kirche-selsingen.de oder m-freitag-parey@stiftung-lager-sandbostel.de.




