Seitenlogo
akl

Umsetzung gescheitert

Das Projekt des Kirchenkreises Osterholz-Scharmbeck, einen Ort zu schaffen, an dem alle Menschen zusammenkommen können, ist nicht länger realisierbar.

Superintendentin Jutta Rühlemann, Pastor Hennun Mahnken und Bürgermeister Torsten Rohde hatten keine gute Nachrichten.

Superintendentin Jutta Rühlemann, Pastor Hennun Mahnken und Bürgermeister Torsten Rohde hatten keine gute Nachrichten.

Bereits 2016 hatten der ev.-luth. Kirchenkreis Osterholz-Scharmbeck, die Kirchengemeinde St. Willehadi und die Stadt Osterholz-Scharmbeck eine Vereinbarung getroffen, sich gemeinsam für eine Weiterentwicklung der Innenstadt zu engagieren. Geplant war ein neues Gebäude im Herzen der Stadt für die unterschiedlichsten Nutzungen. Das Projekt „Begegnungszentrum Innenstadt“ sollte die vielschichtigen kirchlichen Angebote, die der Kirchenkreis für die Menschen der Region bereithält, bündeln und sichtbar in der Innenstadt von Osterholz-Scharmbeck integrieren. Neben den kirchlichen Angeboten sollten mit der Seniorenarbeit und dem Mehrgenerationenhaus auch städtische Angebote der gesellschaftlichen Teilhabe integriert werden. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt und unter Einbeziehung von Bürger:innen entstand am Ende ein wegweisender Entwurf der Architekten Völlmar und Pahl aus Hamburg.

 

Vielschichtige Gründe für das Scheitern

 

Jutta Rühlemann fiel es sichtlich schwer, sich von diesem großartigen Projekt zu verabschieden. Es sei viel Herzblut und persönliches Engagement zahlreicher Beteiligter in das Vorhaben gesteckt worden. Aber letztlich war die Entscheidung, die Pläne für das „Begegnungszentrum“ zu beenden, alternativlos. Corona-Pandemie, steigende Zinskosten auf dem Kapitalmarkt, Veränderungen in der Bauwirtschaft, Unsicherheiten im Bereich der Fördermittel und nicht zuletzt der starke Rückgang der Kirchenmitgliedschaften haben die Planungen und Zielvorgaben ad absurdum geführt. Die angenommenen Baukosten hatten sich von sechs Millionen auf über 13 Millionen mehr als verdoppelt. Gleichzeitig reduzierte sich die Mitgliederzahl der Kirchengemeinde von ehemals 15.000 auf aktuell 7.000 Gläubige. „Die Kirche habe immer wieder versucht, andere Beteiligte ins Boot zu holen. Gespräche mit potenziellen Partnern und die Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten gehörten stets dazu. Der Funke, den wir zu entfachen versuchten, ist nicht übergesprungen“, so Rühlemann. Einig waren sich die Superintendentin, Pfarrer Mahnken und Bürgermeister Rohde darüber, dass man jetzt nicht in eine Starre verfällt. Man werde sich „einmal kurz schütteln“ und gemeinsam im nächsten Jahr neue Planungen anschieben.


UNTERNEHMEN DER REGION