

Niedersachsen. Frisches Obst aus der Region einfach selbst pflücken – kostenfrei und direkt vor der Haustür: Das ermöglicht das Ernteprojekt „Gelbes Band“, das 2026 erneut in Niedersachsen an den Start geht. Zum siebten Mal bringt das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) Menschen zusammen, die überschüssiges Obst teilen möchten – und solche, die es schätzen, selbst zu ernten.
Das ZEHN ruft Kommunen, Vereine und private Obstbaumeigentümer:innen dazu auf, ihre Bäume und Sträucher für das Ernteprojekt anzumelden. Das Gelbe Band an Bäumen signalisiert: Hier wird dazu eingeladen, sich von den Bäumen zu bedienen und für den Eigenbedarf zu ernten.
Reife Früchte sinnvoll nutzen
Ob Apfel, Birne oder Pflaume – jedes Jahr bleiben zahlreiche Früchte ungenutzt an Bäumen hängen. Das Ernteprojekt „Gelbes Band“ setzt genau hier an: Wer Obstbäume besitzt und die Ernte nicht vollständig selbst nutzen kann, registriert diese beim ZEHN und stellt sie der Allgemeinheit zur Verfügung. Teilnehmende erhalten die Gelben Bänder kostenlos und bringen diese gut sichtbar an die Bäume an. Wichtig für Wiederholer:innen: Wenn Bäume erneut freigegeben werden sollen, müssen diese nochmals beim ZEHN angemeldet werden.
In Niedersachsen hat sich das Gelbe Band als unkompliziertes und beliebtes Beteiligungsprojekt etabliert. Jahr für Jahr wächst die Zahl der Mitmachenden. „Viele Kommunen und Privatpersonen setzen sich schon jahrelang sichtbar und aktiv gegen die Verluste von Obst ein und machen gleichzeitig Menschen ohne Bäume eine Freude, etwa durch das Teilen alter oder besonderer Obstsorten, und das sogar gratis“, sagt Projektkoordinatorin Charlotte Schneider vom ZEHN. Begleitende Informationsangebote wie Saisonkalender oder Tipps zur richtigen Lagerung von Obst und Gemüse unterstützen das Projekt zusätzlich. Für Interessierte gibt es zudem eine interaktive Standortkarte, auf der alle freigegebenen Bäume verzeichnet sind. Diese ist unter zehn-niedersachsen.de/standortkarte.
Nachhaltig und kostenfrei
Das Ziel des Projekts geht über das Retten von Lebensmitteln hinaus. „Ob Familien, Schulklassen, Kitas oder Spaziergänger:innen – das Gelbe Band ist ein niedrigschwelliges Angebot für alle Generationen“, so Schneider. „Unsere Lebensmittel verdienen Wertschätzung. Wer selbst erntet, erlebt Natur, probiert Vielfalt und trägt ganz nebenbei zur Nachhaltigkeit bei.“ Mit dem Ernteprojekt „Gelbes Band“ wird Teilen sichtbar – und aus reifen Früchten ein Gewinn für viele.
Alle Informationen zur Teilnahme und den Link zur Registrierung finden Interessierte unter zehn-niedersachsen.de/gelbesband.
Zusätzlich stellt das ZEHN das Ernteprojekt am Dienstag, 23. Juni, von 11 bis 12 Uhr in einer Online-Veranstaltung unter lwk-niedersachsen.de vor.



