Seitenlogo
an

Sanierung abgeschlossen

Die Klinik Lilienthal feiert ihre Neueröffnung nach dem umfangreichen Umbau.

Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (rechts) besuchte die Klinik Lilienthal zur Neueröffnung.

Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (rechts) besuchte die Klinik Lilienthal zur Neueröffnung.

Lilienthal. Die aufwendigen Bau- und Sanierungsarbeiten der Klinik Lilienthal sind abgeschlossen. Der niedersächsische Gesundheitsminister Andreas Philippi machte sich kürzlich selbst ein Bild des Krankenhauses.

Zur Neueröffnung waren einige geladene Gäste gekommen, darunter auch Andreas Philippi, der niedersächsische Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung. Er nannte die Klinik Lilienthal ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie unverzichtbar Krankenhäuser im ländlichen Raum sind.

 

Der Umbau

 

In den letzten Jahren wurde das gesamte Klinikgebäude komplett ausgebaut. Unterstützt wird dieses Projekt seit 2015 vom Land Niedersachsen, auch die Artemed Klinikgruppe, die das Krankenhaus 2015 übernahm, hat investiert. Im Erdgeschoss sind eine neue Notaufnahme mit moderner Notfallversorgung, eine Elektivambulanz, fünf top ausgestattete Operationssäle und eine komplexe Radiologie entstanden. Auch die Intensivstation wurde deutlich erweitert. Das nun sehr moderne Erdgeschoss legt den Grundstein für die weiteren vier Etagen des Krankenhauses. Neu hinzugekommen ist die fünfte Etage, sie ist komplett für die Verwaltung gedacht.

Es sei ein großer Meilenstein, dass die Bauarbeiten nun endlich abgeschlossen sind, so Rainer Salfeld, der Geschäftsführer der Artemed Klinikgruppe. Beim Bau und Umbau von Krankenhäusern sei zu berücksichtigen, dass sich das Gesundheitswesen innerhalb der letzten 100 Jahre enorm verändert hat. So war es vor 100 Jahren noch üblich, dass Patient:innen sechs Wochen im Bett lagen und deshalb Krankenhäuser vor allem eine hohe Anzahl an Betten brauchten, so Salfeld. Heute ist ein Patient oder eine Patientin durchschnittlich um die sechs Tage stationär im Krankenhaus, viele Operationen werden ambulant durchgeführt. Dadurch komme es heute vor allem auf eine hohe Anzahl an Funktionsräumen an, nicht nur auf die Bettenanzahl.

 

Fünf Herausforderungen

 

Salfeld spricht von fünf großen Herausforderungen, denen das Team der Klinik Lilienthal begegnet sei und noch begegnen müsse: Drei davon seien schon ganz gut bewältigt, so Salfeld. Dazu gehört zum Beispiel die Versorgung der Bevölkerung pro Fläche, mit der qualitativ hochwertigen Notfallambulanz sollen 10.000 Menschen pro Jahr versorgt werden können. Die Patientenzufriedenheit, die zweite Herausforderung, habe ebenfalls eine hohe Priorität. Dafür setzt die Klinik auch auf medizinische Schwerpunkte. Die Klinik Lilienthal ist spezialisiert auf die Therapie von Erkrankungen des Bewegungsapparates, des Magen-Darm-Traktes sowie die Herzrhythmologie. Als dritte Herausforderung, die schon gut bewältigt wurde, nennt Salfeld die Schaffung einer modernen Infrastruktur. Besonders die Schaffung der Verwaltungsetage sei eine gute Entwicklung. Ein Problem, das noch nicht gelöst sei, sei natürlich der Fachkräftemangel. Es sei wichtig junge Menschen für Pflegeberufe zu begeistern. Dazu hat die Klinik Lilienthal ein Konzept für eine eigene Schule entwickelt, das noch zugelassen werden muss. Die letzte, aber auch sehr wichtige Herausforderung ist die Sicherung der Wirtschaftlichkeit. Durch steigende Löhne kommt es zu einer Kostensteigerung, der man noch begegnen müsse.

 

Minister lobt Qualität

 

Andreas Philippi, der niedersächsische Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, lobt die Qualität der Klinik Lilienthal. Die Klinik Lilienthal sei ein Beispiel dafür, wie unverzichtbar kleine Krankenhäuser seien und dass diese, wenn sie spezialisiert seien, den großen Krankenhäusern standhalten können. Auch Salfeld betont, wie wichtig kleine Krankenhäuser für die Menschen sind. Denn die meisten Menschen aus Lilienthal wollen auch gerne in Lilienthal behandelt werden. Für Andreas Philippi ist es ein wichtiges Anliegen, vor allem im Zuge der Krankenhausreform, dass eine Krankenhauslandschaft geschaffen wird, die den Menschen nützt. Er spricht von einer zukunftsfesten, bezahlbaren und patientennahen Krankenhauslandschaft.

 

Zurück zur Normalität

 

Auch der ärztliche Direktor Ulrich Meister freut sich, dass die Bauarbeiten nun endlich abgeschlossen sind. In den letzten Jahren sei es auch mal laut und dreckig gewesen. Das haben vor allem das Personal und die Patient:innen aushalten müssen. Diese Zeit ist nun vorbei. Man freue sich über die Entwicklung, denn das Ergebnis könne sich sehen lassen. 1960 noch als Landkrankenhaus gebaut, kann die Klinik heute nicht nur mit ihrer Qualität, sondern auch mit ihrem hochmodernen Gebäude überzeugen.


UNTERNEHMEN DER REGION