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Leon Kazemi

Pläne gegen Mängel

Seniorenbeirat beriet sich am Montag, 19. Februar, über die städtische Sitzbanksituation, den Ärztemangel und das „Moor Mobil“.

Osterholz-Scharmbeck. Der Seniorenbeirat beriet sich am Montag, 19. Februar, über die städtische Sitzbanksituation, den Ärztemangel und das „Moor Mobil“. Kreiskrankenhausesleiterin Doris Sontröm berichtete zudem von Plänen für das Krankenhauses.

Gute Nachrichten gibt es für den Seniorenfahrdienst „Moor-Mobil“. Dieser fährt derzeit an drei Tagen in der Woche, dienstags, donnerstags, freitags. Nach Aussage von Rolf Bellmann werde der Fahrdienst derzeit so gut angenommen, dass an einem Dienstag bereits einmal zwei Fahrzeuge fahren mussten, um alle Fahrgäste an ihr Ziel zu bringen. Das Ziel, welches die Moobmobilisten verfolgen, ist, das Angebot in diesem Jahr auszubauen. Im Gespräch sind drei weitere Tage, Montag, Mittwoch und Samstag. Dazu wurde mit dem Fahrdienst Hambergen Kontakt aufgenommen, um eine Vernetzung zu beginnen.

 

Mehr und sicher sitzen

 

Neben einer besseren Vernetzung des Landkreises durch das Moor-Mobil soll auch die Sitzbanksituation in Osterholz-Scharmbeck weiter aufgewertet werden. Der Seniorenbeirat wünscht sich mehr Bänke, vor allem an Steigungen, mit Notfallschildern. Diese ermöglichen der auf der Bank sitzenden Personen bei Unwohlsein dem Rettungsdienst eine leichte Standpunktangabe. (Wir berichteten)

 

Junge Landärzte

 

Neben sicheren Sitzbänken fehlt es auch an Ärzten im ländlichen Raum. So wurde im Seniorenbeirat besprochen, wie man Ärzte in den ländlichen Raum, speziell nach Osterholz-Scharmbeck, locken kann. Bei einem Treffen mit dem Hausärzteverband, auf dem über den Bau eines Ärztehauses gesprochen wurde, stellte der Verband klar, dass es kein räumliches Problem sei, sondern dass es schlichtweg an Fachkräften mangele. Abhilfe leisten könnten junge Ärzte, die z.B. an der Uni Oldenburg ihren Studienplatz per Landarztquote erhielten. In ersten Halbjahr 2024 werden 120 Studenten auf Hausärzte auf dem Land verteilt, wo sie jeweils eine Woche als Praktikanten arbeiten. Allerdings müssen sich die Praxen als Lehrpraxen qualifizieren, was nicht für alle Praxen in Osterholz-Scharmbeck zutreffe.

 

Neue Notarzteinsatzstation

 

Abschließend gab die Leiterin des Kreiskrankenhauses Osterholz-Scharmbeck, Doris Sontröm, einen Ausblick auf die Zukunft des Kreiskrankenhauses. Um den Standort weiterhin zukunftsfähig aufzustellen, müsse weiter in zeitgemäße Rahmenbedingungen investiert werden. Noch in diesem Jahr soll eine neue Notarzteinsatzstation gebaut werden, die das alte Gebäude an der Wiesenstraße ersetzen soll. Der neue Standort wird an der Heidloge sein. Außerdem soll eine neue Pflegeeinrichtung entstehen, das direkt an das Kreiskrankenhaus angebunden wird. Der Bauantrag ist gestellt, der Baubeginn ist für 2025 geplant. Darüber hinaus will man ab diesem Sommer auch eine neue, größere und modernere Intensivstation zur Verfügung stehen.


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