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Open Air-Theater für Kindertagesstätte Ritterhuder Straße

Osterholz-Scharmbeck. (nek) „Wir sind sehr froh, dass es heute dieses corona-gerechte kulturelle Angebot für unsere Kinder gibt“, sagte die Leiterin der Kindertagesstätte Ritterhuder Straße, Angelika Dahlke-Quade. Kürzlich bekamen die Kleinen Besuch vom Open Air-Theater „Knaddeldaddelexpress“.
Mit Gesang, Tanz und Instrumenten versuchten das Häschen (Lena Kluger) und die fröhliche Kuh (Franziska Steinhaus) den weisen Kranich Barbur auf die Wiese des Kindergarten Ritterhuder Straße zu locken. Foto: nek

Mit Gesang, Tanz und Instrumenten versuchten das Häschen (Lena Kluger) und die fröhliche Kuh (Franziska Steinhaus) den weisen Kranich Barbur auf die Wiese des Kindergarten Ritterhuder Straße zu locken. Foto: nek

„Seit der Pandemie hatten wir keine Möglichkeit mehr, Museen und Theater zu besuchen oder an anderen kulturellen Angeboten teilzunehmen. Wir sind unserem Förderverein sehr dankbar, dass er dieses Angebot ermöglicht hat“, fuhr Dahlke-Quade fort.
Viele der jungen Kindertagesstätten-Besucher hätten noch keine Erfahrungen mit Theaterbesuchen, erläuterte Dahlke-Quade.
Dann hatten die Drei- bis Sechsjährigen endlich alle ihren Sitzplatz gefunden und harrten der Abenteuer, die sich gleich vor ihren Augen entfalten sollten.
Ein niedliches Häschen (mit Schnuppernase und Hasenschwänzchen von Lena Kluger dargestellt) und eine anmutige Kuh (gefühlvoll und ausdruckstark: Franziska Steinhaus) sinnieren auf ihrer Wiese über den Wechsel der Jahreszeiten, und warum es diesen Wechsel überhaupt gibt.
„Warum kann es nicht immer Sommer sein, damit wir auf unserer Wiese immer leckere Sachen finden?“, fragt sich das Häschen. Der Kuh hat mal ein Bienchen ins Ohr geflüstert, dass der weise Kranich Babur, der überall auf der Welt unterwegs sei, darauf bestimmt eine Antwort habe.
Gemeinsam mit den Kindern versuchten die beiden Protagonisten nun, den weisen Ratgeber anzulocken. Mit Liedern, die zu den vier Jahreszeiten gehörten, und die von Tim Schikoré veranstaltungsgerecht aufbereitet wurde, dem dekorieren ihres kleinen Bäumchens, sogar mit Musikinstrumenten und Tanz gaben Häschen, Kuh und die Kindergartenkinder ihr Bestes, den weisen Kranich zu einer Landung auf der Wiese hinter dem Kindergarten zu animieren.
Dabei entdeckten alle, dass jede Jahreszeit einen bestimmten Zweck verfolgt: im Winter ruht sich die Erde aus und bereitet sich auf das neue Fruchtjahr vor. Im Frühling fangen die jungen Gräser und Kräuter an zu sprießen, die Bienen bestäuben die Obstbäume, und dann brauchen die Pflanzen und Bäume Zeit, über den Sommer ihre Frucht zu bilden. Im Herbst ist dann die Zeit der Ernte gekommen, die Blätter wechseln die Farbe, fallen zu Boden und decken die Wurzeln gegen die Kälte des Winters ab. Dann beginnt der Kreislauf von vorn.
Auf einmal schien da oben der weise Kranich Babur auf die Wiese herunterzuschauen – doch leider wollte er nicht landen.
„Warum haben wir den weisen Kranich nicht gesehen?“, fragten die Kinder den Hasen und die Kuh, und Lena Kluger, Autorin des Stückes, nutzte die Gelegenheit, den Kindern zu erklären, dass Theater ein „So tun, als ob“ sei, so, wie die Kinder selbst ihre Spiele spielen.
„Ihr seid toll!“, bedankte sich Skady bei den Schauspielerinnen, und alle Kinder stimmten bei.
Als sich Hase und Kuh wieder in ihre menschliche Gestalt zurückverwandelten, konnten Vorübergehende im vorderen Gartenbereich des Kindergartens beobachten, wie hier die gerade erlebte Geschichte nachgespielt wurde – begleitet von einfühlsamen Kuh-Muhen.


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