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Neue Ausstellung in der Kunstschau Wümme Wörpe Hamme

Lilienthal (pvio). Die Kunststiftung Lilienthal bietet mit einer neuen Austellung Aufmunterung in Corona-Zeiten: Hier sind seit dem 23. Mai die Werke der Malerinnen Agens Sander Plump und Sophie Wencke zu sehen.

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Lilienthal (pvio). Die Kunststiftung Lilienthal bietet mit einer neuen Ausstellung in der Kunstschau Wümme Wörpe Hamme Aufmunterung in Corona-Zeiten: Hier sind seit dem 23. Mai die Werke der Malerinnen Agnes Sander-Plump und Sophie Wencke zu sehen. Die Malerinnen sind durch schwere Zeiten gegangen, doch ihre Kunst hält eine ermutigende Leichtigkeit und erheiternde Fröhlichkeit auf der einen und eine zurückhaltende Zartheit wie Besonnenheit auf der anderen Seite aufrecht. Nicht der Erste oder Zweite Weltkrieg, nicht die spanische Grippe oder die Wirtschaftskrise von 1929, die die Malerinnen erlebten, konnten ihnen den Blick für die ephemere Schönheit des Moments der Geselligkeit oder für die lyrische Eindrücklichkeit hiesiger Kulturlandschaft trüben. Vielmehr wussten sie um das Gegengewicht dieser Schönheiten zum gesellschaftlichen Schrecken. Die Malerinnen Agnes Sander-Plump widmet sich zeitlebens dem Malen und Zeichnen von Kinderbildnissen. Es sind stets leise Töne, die sie anschlägt, in dem eine ruhige Körperhaltung der Kinder mit verhaltener Mimik einhergeht. Ihre Malweise verrät einen sicheren Umgang mit Pinsel und Zeichenstift. Ihre Werke wurden in vielen Ausstellungen gewürdigt: Kunsthalle Bremen, im Grafischen Kabinett Bremen, im Bremer Focke-Museum. Als Überraschung präsentiert die Ausstellung etwa 20 noch nie gezeigte grafische Blätter (ca. 50 cm x 65 cm). Im freien, bunten, cartoonartigen Stil, mit Gouache und Aquarell auf Pappe ausgeführt, illustrieren sie humorvoll-gesellige Situationen des Alltäglichen. Sophie Wencke zählt zu jenen Künstlerinnen, deren Werke wesentlichen Anteil am Fortbestand des Künstlerortes Worpswede hatten und eine bestimmte Vorstellung von diesem prägten. Aus ihrem großen Oevre haben zahlreiche Bilder bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Reproduktionen eine weite Verbreitung gefunden. Dies gilt insbesondere für ihre lyrisch aufgefassten, von der Empfindung getragenen Landschaftsbilder von Moor und Heide. Wencke war Schülerin von Otto Modersohn in Worpswede. Hier malt sie die herbe Landschaft, ihre Weite, oftmals begleitet von einem dramatischen Wolkenhimmel. Damit spiegelt sich in dem Gesamtwerk von Sophie Wencke ein großer Teil Geschichte der Malerei Worpswedes von den Anfängen bis ins erste Drittel des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung „Die Malerinnen Agnes Sander Plump und Sophie Wencke“ ist vom 23. Mai bis zum 4. Oktober in der „Kunstschau Wümme Wörpe Hamme“ der Lilienthaler Kunststiftung, Trupe 6 in Lilienthal zu sehen in den Öffnungszeiten: Dienstag-Samstag 14-18 Uhr, Sonntag 11-18 Uhr und nach Vereinbarung Anmeldungen und Informationen: Telefon 04298/907641 oder 04298/6185 Mail: info@kunststiftung-lilienthal.de, Homepage: www.kunststiftung-lilienthal.de


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