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Noch nicht „finita la musica“

). Das Ende der aktuellen Saison des Theaters in OHZ (TiO) wird am Samstag, 28. Februar, um 20 Uhr eingeläutet mit der Premiere der plattdeutschen Komödie „Avendroot“ auf Gut Sandbeck.

Verabredet zum Strip-Poker: die Seniorinnen Fine (Silke Kühtmann) und Agnes (Edda Hillmann-Quest). Kurzes Zögern beim neuen Pfleger Patrick (Timon Finke). Wird der Zuschauer Haut sehen?

Verabredet zum Strip-Poker: die Seniorinnen Fine (Silke Kühtmann) und Agnes (Edda Hillmann-Quest). Kurzes Zögern beim neuen Pfleger Patrick (Timon Finke). Wird der Zuschauer Haut sehen?

Bild: Ek

Osterholz-Scharmbeck.Die Zuschauer werden teilhaben am Leben der drei Seniorinnen Marie, Agnes und Fine, das sie in der Seniorenresidenz „Avendroot“ verbringen. Häkeln, TV-Quizshows und Beerdigungen scheinen den Alltag der Damen zu bestimmen, den sie zwischen Tee und Gebäck und dem Sinnieren über ihre Vergangenheit leben. Gefühlt gerade noch auf der Bühne eine gefeierte Diva, schon ist nun „finita la musica“ für Fine (Silke Kühtmann), während Agnes‘ (Edda Hillmann-Quest) Realität sich in beginnender Demenz immer mehr mit ihrer Vergangenheit vermischt und Maria (Astrid Koschnitzki) sich aufopfernd um alle kümmern möchte. Der neue Pfleger Patrick (Timon Finke), der lieber drei Monate Pflegeheim als drei Monate Knast absitzt, schockiert zunächst mit seiner „gräsigen Artikulaschon“. Ob die Deerns nu Chai-mäßig rumchillen mögen, fragt er die Damen nach ihren Teewünschen zum Nachmittag – und gewinnt nach anfänglichem Naserümpfen doch zunehmend bei den Damen („hett he Deerns to us secht?“), zumal er beim Strip-Poker schnell Haut zeigen muss: „Dat is’n ganz smucken Kerl“, so das Urteil der erfahrenen Damen. Mit Bruno (Felix Murken) taucht der nächste Vertreter des anderen Geschlechts auf, dessen Charme-Offensive etwas holprig geworden, aber immer noch durchaus zielsicher ist. Mit Natalie (Elena Razetti) kommt noch mehr Vergangenheit ans Licht und mühsam verdrängte Geheimnisse werden endlich gelüftet.

Aufführungen bis März

Welche lustigen Geschichten und auch durchaus sentimentalen Zwischentöne der Berliner Autor Folke Braband sich bei diesem Plot hat einfallen lassen und wie das alles Regisseurin Astrid Gries auf die Scharmbecker Bühnenbretter bringt, das wird am kommenden Samstag zum ersten Mal zu sehen sein. Noch steckten zur Presseprobe Astrid Gries und ihre anwesende Regieassistenz Tina Weber beratend die Köpfe zusammen, notierten sich fleißig mögliche Verbesserungen und feilten an Bühnenbild, Schauspiel, Kostümen, Maske und Technik herum – zur Premiere wird alles perfekt sitzen und für insgesamt 15 Aufführungen inszeniert sein. Bis zum Sonntag, 29. März um 16 Uhr hat man die Chance, einen Blick ins „Avendroot“ zu werfen. Auf der Homepage www.theater-in-ohz.de gibt es weitere Informationen und Szenenfotos zum Appetitmachen und auch den Link zum Online-Ticketbuchen.


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