Patrick Viol

Münzen für guten Zweck - Lions unterstützen mit Spende Typisierungen

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von Harry Czarnic
Die Münzsammlung der Lions in den Filialen der Volksbanken und der Sparkasse Rotenburg Osterholz in denen die Münz-Boxen aufgestellt waren, ergab in diesem Jahr die Summe von 1.392,59 Euro. Diesen Betrag, der sich aus insgesamt 35 Kilogramm Münzen errechnet, spenden die Lions dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Osterholz, um damit Knochenmark-Typisierungen zu finanzieren.
Anja Printz ist seit eineinhalb Jahren die Münzsammlungsbeauftragte der Lions Osterholz, und dank ihres Amtes ist sie mit dem erheblichen Gewicht von Münzen vertraut. „Wir befreien die Menschen von ihrem Fremdgeld“, umfasst sie dieses Projekt ihrer Hilfsorganisation. Und es wurde nicht nur über die Boxen gespendet, konnte Printz berichten. Aus Lilienthal habe man eine Spende von sechs Kilo alter schwedischer Kronen bekommen, die dann allerdings nur als Altmetall abgerechnet werden konnten. Außerdem sei erstaunlich, wie viel D-Mark die Leute noch hätten. Mit 334,09 Mark seien fast so viele Münzen gespendet worden wie bei den 348,50 Euro.
„Die Banken beteiligen sich gerne an der Aktion der Lions, bekräftigt Volksbank-Vorstand Jan Mackenberg, in dessen Räumlichkeiten in Osterholz-Scharmbeck die Spendenübergabe am vergangenen Montag stattfand. „Die Boxen stehen bei uns im Kassenbereich, wo in der Regel auch der Rücktausch von Urlaubsgeld stattfindet.“ Patrick Grotheer, der die Spende als Kreisgeschäftsführer des DRK Osterholz annahm, zeigte sich über diese interessante Variante der Spendensammlung erfreut. „Die Spende wird natürlich auch zweckgebunden verwendet“, erläuterte er. „Damit können wieder 30 Typisierungen durchgeführt werden.“ Als Mitglied bei der Stammzellspenderdatei (DSD) in Dessau-Roßlau ist das DRK in der drittgrößten von 26 Spenderdateien in Deutschland organisiert. Die Dateien sind über eine Sammelstelle länderübergreifend vernetzt, sodass „genetische Zwillinge“ für eine Behandlung von Leukämie-Erkrankten auch im Ausland gefunden werden können.
Wattestäbchen in den Mund - fertig. So klein ist der Aufwand, um sich als potenzieller Lebensretter registrieren zu lassen. Bis zum 55. Lebensjahr kommt Frau/Mann als Spender/in in Betracht. „Jeder, der sich registrieren lässt, ist ein Gewinn“, betont Grotheer. Wichtig sei anschließend allerdings auch, dass die DSD über persönliche Veränderungen informiert wird. Nur wenn die aktuelle Adresse eines Spenders bekannt ist, kann auch kurzfristig geholfen werden.


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