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Ministerpräsident besucht Landkreis Osterholz

Osterholz-Scharmbeck (jm). Mehr Impfstoff wäre schön - diesen Wunsch hörte Stephan Weil nicht zum ersten Mal. Vergangenen Montag war der niedersächsische Ministerpräsident und Landesvorsitzender der SPD im Landkreis Osterholz unterwegs.

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Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil verschaffte sich einen Eindruck vom Impfzentrum in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil verschaffte sich einen Eindruck vom Impfzentrum in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck.

Weil startete seine Tour in Ritterhude, wo er sich von Bürgermeisterin Susanne Geils und Michael Harjes, dem SPD-Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Osterholz - Verden, über die Neugestaltung des ehemaligen Bergolin-Geländes informieren ließ. In der Kreisstadt besuchte der Ministerpräsident zunächst die Integrierte Gesamtschule (IGS), um mit Schulleitung, Lehrer:innen und Schüler:innen über die Belastungen in der Corona-Krise zu sprechen.
Am Nachmittag kam Weil am Impfzentrum in Osterholz-Scharmbeck an. Landrat Bernd Lütjen führte seinen Parteikollegen durch die Impfstraßen und erläuterte die Abläufe in der Stadthalle. Der Mietvertrag sei gerade noch einmal verlängert worden, berichtete Lütjen. Bis Ende September steht die Halle dem Landkreis nun zur Verfügung, ursprünglich war das Enddatum auf den 30. Juni festgelegt.
In den Sommerferien würden die Impfzentren in Niedersachsen noch einmal verstärkt gebraucht, war Stephan Weil überzeugt. „Wenn die Hausärzte Urlaub machen, gehen mehr Menschen ins Impfzentrum.“ Auch die Zahlen wollte der Landesvater hören: Rund 22.300 Erstimpfungen seien im Kreis Osterholz bisher erfolgt, davon rund 6.000 durch Hausärtz:innen. Das entspricht einer Quote von 25 Prozent.
 
Alle wollen mehr Stoff
 
Rund 600 Impfungen würden aktuell pro Tag verabreicht, berichtet Landrat Lütjen. „Wir könnten das verdoppeln.“ Vier Impfstraßen mit je zwei Kabinen seien aktuell im Einsatz, außerdem sei das Impfzentrum nur werktags von 8 bis 16 Uhr geöffnet.
Den Wunsch nach mehr Impfstoff hörte Weil nicht zum ersten Mal. „Wir hätten auch gerne mehr Impfstoff“, versicherte der Ministerpräsident. Inzwischen würden sämtliche Dosen in Niedersachsen unmittelbar verabreicht, berichtet Weil. „Mehr kann man von den Impfzentren nicht erwarten.“ Fast alle Einrichtungen hätten noch Luft nach oben.
Immerhin sei in den kommenden Wochen eine gewisse Verlässlichkeit hinsichtlich der Lieferungen zu erwarten, stellte Weil in Aussicht. „Die Versorgung bleibt ab jetzt konstant.“ Als unglücklich bezeichnete Landrat Lütjen, dass die Meldungen über neue Lieferungen oft erst sehr spät erfolgten und die Terminvergabe aufhielten. Hier konnte Weil auch keine Abhilfe schaffen: Das Land Niedersachsen ärgert sich selbst mit späten Mitteilungen seitens der Impfstoffhersteller herum.
Bevor der Ministerpräsident sich auf den Weg in den Landkreis Verden machte, folgte die Gesamtschule am Wällenberg in Hambergen als letzter Stopp im hiesigen Landkreis. Mit Vertretern der Gemeindeverwaltung, Schulleiterin Gitta Brede und Schülersprecherin Elena Bülter sprach Weil über die Entwicklung des Schulstandortes, die Inklusion in Gesamtschulen - und natürlich über Distanzlernen und Wechselunterricht in der Pandemie.


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