

Freißenbüttel. Vor 15 Jahren wurde auf dem Acker am Vereinsheim des SV Arminia Freißenbüttel erstmals eine Bühne aufgebaut: Das erste „Burning Q Festival“ fand 2011 statt. Inspiriert von den jährlichen Besuchen des Wacken Open Air beschloss eine kleine Gruppe von Metal-Fans aus dem Landkreis, ein eigenes Festival auf die Beine zu stellen. Gebucht wurden damals Bands aus dem niedersächsischen Umland wie „Bad Man Dead“, „Falcon Punch“ und „Falling Breakdown“. Gute Kontakte bestanden schon damals nach Ostfriesland: Aus Aurich reiste die Band „Battue“ an.
Schritt für Schritt gewachsen
Dass der Burning Q-Verein heute auf 14 erfolgreiche und seit einigen Jahren zudem restlos ausverkaufte Open-Airs zurückblicken kann, hätten sich die Mitglieder damals vielleicht erträumt, aber sicher nicht erwartet. Den Erfolg hat sich die Crew, die zu einem großen Teil noch immer aus Gründungsmitgliedern des Vereins besteht, Schritt für Schritt erarbeitet: Jedes Jahr wurde das Festival in Freißenbüttel ein bisschen besser. Eine zweite Bühne kam hinzu, mehr Verpflegung, musikalische Geheimtipps.
Die Veranstaltung ist natürlich auch größer geworden, aber nicht ungebremst gewachsen. Das schätzen einerseits die Besucher und andererseits sicherlich auch die Anwohner in Freißenbüttel, die sich von Anfang an gut mit dem Festival arrangieren konnten.
Große Namen, kurze Wege
Kommerzielle Musikfestivals der Superlative wie das Wacken Open Air haben ihren Reiz. Hunderte Künstler (von denen man ohnehin nur eine Handvoll sehen kann), lange Schlangen und noch längere Laufwege können aber auch mächtig nerven. Besonders schön am Burning Q ist, dass man hier ein familiäres, übersichtliches Festival genießen kann, ohne Abstriche bei der Qualität des Line Ups machen zu müssen. Dass die Veranstalter in Freißenbüttel einen guten Job machen, hat sich in den vergangenen Jahren nämlich nicht nur unter Besuchern, sondern auch hinter den Bühnen dieser Welt herumgesprochen.
Line Up mit internationalem Format
So kommt es, dass in diesem Jahr (erneut) ein Programm präsentiert werden kann, das sich vor den „Großen“ der Szene absolut nicht verstecken muss. Dem guten Ruf des Burning Q ist es wohl mitunter zu verdanken, dass zum Beispiel deutsche Metal-Legenden wie Grave Digger keine Scheu haben, einen Auftritt in Freißenbüttel zuzusagen. Die Schweden von The Haunted mischen seit 30 Jahren auf internationalen Bühnen mit. Immolation waren stilprägend für die Death-Metal-Szene in New York City und sind seit fast 40 Jahren ununterbrochen aktiv.
Natürlich stehen auch viele deutsche Bands und Künstler aus europäischen Nachbarländern auf dem Programm. Aus Bremen sind The Chainsaw Demons und Traktat dabei, aus Hamburg kommt die Band Syndemic.
Die Freundschaft nach Ostfriesland besteht nach wie vor: Wenn am Samstag das Auricher Quintett Nailed to Obscurity auftritt, stehen dabei zwei Musiker auf der Bühne, die bereits beim allerersten Burning Q dabei waren.
Das Burning Q Festival findet von Donnerstag, 23. Juli, bis Samstag, 25. Juli, statt. Camping ist ab Donnerstag um 12 Uhr möglich. Die Karten für das Festival sind ausverkauft.


