

Erstmals wurde an drei Tagen eine abwechslungsreiche Mischung aus Metal und Rock geboten. Internationalae Bands unter anderem aus Schweden, den USA, Spanien, Griechenland und den Niederlanden sowie zahlreiche deutsche Gruppen verstanden es, den Gästen bei hervorragendem Festivalwetter ein besonderes Wochenende zu bereiten. Wer an ein Metalfestival denkt, hat oft Bilder von langen Haaren, schwarzen T-Shirts und ohrenbetäubender Lautstärke im Kopf. Beim Burning Q zeigte sich jedoch einmal mehr, dass hinter der harten Musik vor allem eine außergewöhnlich freundliche Gemeinschaft steht.
Auch in diesem Jahr wurde deutlich, dass Metal längst keine Musikrichtung ausschließlich für junge Menschen ist. Familien mit Kindern, langjährige Fans, neugierige Erstbesucher zusammen mit der Mama sowie Menschen aus Freißenbüttel, den umliegenden Orten und dem gesamten Norden feierten gemeinsam und sorgten für eine angenehme Atmosphäre. Die Altersspanne reichte von unter zehn bis über 80 Jahre – ein Zeichen für das hohe Ansehen, das das Festival in der Region genießt.
Nachdem das Programm am Donnerstag um 17 Uhr begonnen hatte, ging es am Freitag und Sonnabend bereits mittags los. Bis in die Nacht wechselten sich die Auftritte auf der Haupt- und der Zeltbühne ab. Wer zwischendurch eine Pause brauchte, konnte sich in der Mitte des Festivalgeländes mit Speisen und Getränken versorgen. Auch für Vegetarierinnen, Vegetarier sowie vegan lebende Gäste gab es eine gute Auswahl. Wer von weiter her angereist war, konnte mit Wohnwagen oder Zelt direkt vor Ort übernachten.
Die diesjährigen Headliner Grave Digger und The Haunted gehören zu den international erfolgreichen Größen der Szene. Die deutsche Heavy-Metal-Kultband Grave Digger feierte in diesem Jahr zudem ihr 45-jähriges Bestehen.
Friedlich, familiär und gut organisiert
Auffällig war die entspannte Stimmung auf dem gesamten Gelände. Trotz der energiegeladenen Konzerte verlief das Festival ausgesprochen friedlich. Auch organisatorisch hinterließ die Veranstaltung einen positiven Eindruck. Die Wege waren übersichtlich, die Versorgung mit Speisen und Getränken funktionierte reibungslos und das ehrenamtliche Team sorgte dafür, dass sich die Gäste jederzeit gut aufgehoben fühlten.
Hinter einem Festival dieser Größe stehen zahlreiche Helferinnen und Helfer, deren Einsatz häufig im Hintergrund bleibt. Ohne sie wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich. Selbst festivalerfahrenen Gästen fiel auf, wie ausgesprochen freundlich die gesamte Crew des Burning Q war – eine Erfahrung, die keineswegs auf jedem Festival selbstverständlich ist.
Im persönlichen Gespräch erzählte ein ehrenamtlicher Mitarbeiter, dass er pro Nacht nur etwa zwei Stunden Schlaf bekommen habe. Das würde ihn jedoch keinesfalls davon abhalten, sich im kommenden Jahr erneut zu beteiligen. Zu groß seien die Freude an der Veranstaltung und der Stolz auf das gemeinsam Erreichte.
Die Zukunft bleibt in Freißenbüttel
Mitglieder der Crew berichteten zudem, dass das Festival auch langfristig in seiner jetzigen Größe bestehen bleiben solle. Das Gelände biete kaum weitere Kapazitäten, zugleich wolle man sich örtlich nicht neu orientieren. Für das kommende Jahr sind die Weichen bereits gestellt.
Karten für die pandemiebedingt 15. Ausgabe im dann bereits 16. Jahr können schon jetzt über die Internetseite des Festivals gekauft werden. Vom 22. bis 24. Juli 2027 geht es in Freißenbüttel erneut heiß her. Mit Asphyx konnte bereits ein Schwergewicht der Szene verpflichtet werden. Die niederländische Kultband verbindet Death Metal mit Einflüssen aus dem Doom Metal.
Nach dem Festival und der anschließenden Nachbereitung wird die Crew des Burning Q vermutlich selbst noch eine ordentliche Party feiern. Dabei darf sie vor allem sich selbst feiern. Denn was die Beteiligten in Freißenbüttel auf die Beine gestellt haben und auch künftig auf die Beine stellen wollen, ist aller Ehren wert.




