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„Machen, nicht schnacken“: Wolfgang Goltsche ist grüner Bürgermeisterkandidat für Ritterhude

Ritterhude (pvio). Der Ritterhuder Ortsverband der Grünen schickt Wolfgang Goltsche ins Rennen um den Posten des Verwaltungschefs. Dessen Motto ist: „Gemeinsam für Ritterhude.“
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Dem Ort etwas zurückgeben - das will Wolfgang Goltsche (vorne). Dabei unterstützt ihn auch Moritz Rauch von der Grünen Jugend.

Dem Ort etwas zurückgeben - das will Wolfgang Goltsche (vorne). Dabei unterstützt ihn auch Moritz Rauch von der Grünen Jugend.

Foto: Patrick Viol

„Ich will gewinnen“, sagt Wolfgang Goltsche (64). Er werde sich freuen, würde er der nächste Bürgermeister Ritterhudes. „Die Aufgabe würde ich mit Begeisterung machen.“ Dafür verschiebe er auch gerne seinen Plan, mit dem Fahrrad drei Monate durch Europa zu fahren.
Begeisterung zeigt sich auch bei seinen grünen Parteikollegen André Hilbers und Moritz Rauch aus dem Ostverbandvorstand.Denn der zweifache Vater und Großvater, der seit den 80er Jahren als Projektmanager in der IT arbeitet, sei nicht nur ein Mensch mit guten Ideen, sondern einer, der sie umsetzt. „Der sagt, so machen wir das jetzt“, so Hilbers. Wie zum Beispiel beim Hu‘e Mobil, das Goltsche tatkräftig auf den Weg gebracht habe. Goltsches Tatkräftigkeit habe auch die grüne Jugend überzeugt, weshalb er auch deren Unterstützung bekommt. „Wolfgang hört auf die Jugendlichen“, so Moritz Rauch, der auch im Ortsverbandvorstand tätig ist. Und diesem Zuhören folge auch ein Handeln, so Rauch. Und ein Handeln im Sinne der Jugend sei vor Ort und ihre Beteiligung an der Politik dringend nötig. Es gebe keine wirklichen Treffpunkte und die Einrichtung eines Jugendforums lasse immer noch auf sich warten.
Zum Kandidaten gewählt wurde Wolfgang Goltsche ohne Gegenkandidat:in auf der Ortsverbandsitzung am 1. März.
 
Etwas zurückgeben
 
Goltsches Motivation, Bürgermeister werden zu wollen, stamme grundsätzlich aus seiner Verbundenheit mit Ritterhude. „Ich wohne jetzt seit 30 Jahren hier und habe diesen Ort schätzen und lieben gelernt. Als Bürgermeister möchte ich diesen Ort im Sinne der Bürgerinnen und Bürger gestalten und ihnen etwas zurückgeben.“ Er wolle etwas zurückgeben durch aktive Gestaltung der Ortschaft - deshalb sei er auch seit 2006 im Gemeinderat, seit zehn Jahren im Vorstand des grünen Ortsverbandes und seit neun Jahren im Kreisvorstand tätig. Engagiert sei er aber bereits seit der Studienzeit. Der Schutz von Menschen und die Stärkung Benachteiligter sei ihm immer Antrieb. „So hat er z. B. auch drei minderjährige Flüchtlinge aufgenommen“, so Hilbers.
 
Goltsches Anliegen
 
Wolfgang Goltsche Themen sind so vielfältig wie die globalen und regionalen Anforderungen. Klar, die Klimakrise rangiert ganz vorne. „Wir müssen zusehen, dass wie Ritterhuder auf den Klimawandel vorbereiten“, so Goltsche. Immerhin habe Platjenwerbe bereits zweimal hintereinander unter Wasser gestanden. Da müsse etwas getan werden. „Stichwort: klimaneutrale Gemeinde.“ Hier werde bisher zu wenig geleistet.
Auch müsse Ritterhude sich dem demografischen Wandel anpassen. „Immer mehr junge Familien kommen hier her. Das heißt, es braucht eine entsprechende Infrastruktur, z. B. ausreichend Kitaplätze.“ Goltsches Enkelkind müsse jetzt schon ganz nach Ihlpohl gebracht werden. Das ginge nicht.
Unbedingt wichtig sei es auch, die Digitalisierung der Verwaltung voranzutreiben. „Hier laufen Prozesse einfach zu langsam. Und warum kann ich mich nicht online ummelden oder online meinen Führerschein verlängern“, fragt Goltsche. Glasfaserkabel verlegen sei nicht alles.
Ein weiteres Anliegen ist Goltsche die Zurückgabe von öffentlichen Räumen an die Bürger:innen, wie beispielsweise die Straßen oder der Marktplatz. Erstere müssten für Radfahrer:innen, Fußgänger:innen, Senior:innen und Kinder sicherer werden und mehr Nebenstraßen könnten Fahrradstraßen sein. Und der Marktplatz sei eine Betonwüste, wo man es im Sommer kaum aushalte. Auch könne er sich einen öffentlichen Freizeit- oder Kulturpark auf dem ehemaligen Freibadgelände vorstellen. „Es müssen mehr Begegnungen möglich sein.“
Und nicht zuletzt würde Goltsche als Bürgermeister eine andere die Demokratie auf Gemeindeebene stärken und eine bessere Beteiligungskultur schaffen wollen: „Gemeinsam für Ritterhude“ sei hier das Motto. Bürger:innenbeteiligung würde er gerne institutionalisieren mit einer festen Stelle in der Verwaltung, die die Bürger:innen proaktiv beteiligt, damit ihre Wünsche umgesetzt werden. Dass Dinge umgesetzt werden, sei halt Goltsches Arbeitsweise.


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