Janine Girth

Landkreis bittet um Meinung - Online-Umfrage für Unternehmen startet am 1. April 2019

Bilder
Am 1. April 2019 startet eine neue Umfrage zum Thema Wirtschaftsförderung im Landkreis Osterholz. Emanuel Hesse und Professor Dr. Jürgen Stember von der Hochschule Harz sowie Landrat Bernd Lütjen und Marco Prietz (von links), Leiter des Amtes für Kreisentwicklung, stellten das Projekt vor. Foto: lse

Am 1. April 2019 startet eine neue Umfrage zum Thema Wirtschaftsförderung im Landkreis Osterholz. Emanuel Hesse und Professor Dr. Jürgen Stember von der Hochschule Harz sowie Landrat Bernd Lütjen und Marco Prietz (von links), Leiter des Amtes für Kreisentwicklung, stellten das Projekt vor. Foto: lse

Landkreis (lse). Wie zufrieden sind die im Landkreis Osterholz ansässigen Unternehmen mit ihrem Standort? Anhand einer Online-Umfrage möchte die Wirtschaftsförderung des Landkreises dieser Frage zum dritten Mal nach 2011 und 2016 nachgehen.
Keine Sorge: Wer als Unternehmen am 1. April 2019 per Mail von der Wirtschaftsförderung des Landkreises gebeten wird, an einer Online-Umfrage teilzunehmen, fällt nicht auf einen verkappten Scherz herein. „Uns ist es sehr wichtig, dass die Unternehmen regelmäßig befragt werden, wie sie mit dem Standort Osterholz zufrieden sind“, macht Landrat Bernd Lütjen den ernsten Hintergrund der Mailingaktion deutlich. Zum dritten Mal nach 2011 erfolgt in wenigen Tagen eine erneute, wissenschaftlich begleitete Befragung, deren Ergebnis mit denen der vorherigen Erhebungen abgeglichen wird.
Gute Noten bei der letzten Umfrage
Verläuft die neue Umfrage ähnlich wie 2016, können alle Beteiligten zufrieden sein. Die Rückmeldequote betrug seinerzeit stolze 20 Prozent, was vergleichsweise ein sehr guter Wert ist und repräsentative Ergebnisse ermöglicht. Gelobt wurde vor drei Jahren die Serviceleistung der Wirtschaftsförderung insgesamt. Kritik gab es aber auch. Unter anderem am Image des Landkreises als Wirtschaftsstandort, an den zu geringen Gewerbeflächen, der Mobilfunkversorgung und dem Arbeitsmarkt, auf dem es vor allem an Fachkräften mangelt. Bei den kritisierten Punkten schaute die Wirtschaftsförderung in der Folge genauer hin.
„Vieles von dem, was bemängelt wurde, haben wir inzwischen aufgegriffen“, sagt Marco Pietz, Leiter des Amtes für Kreisentwicklung. Bei der Ausweisung neuer Gewerbeflächen beispielsweise stehe man in intensiven Gesprächen mit den Gemeinden, um den perspektivischen Bedarf der Unternehmen befriedigen zu können. Der Breitbandausbau erfolgt aktuell, und was Fachkräfte betrifft, setzt der Landkreis Osterholz unter anderem auf überregionale Initiativen. „Für uns ist es wichtig zu prüfen, ob unsere Leistung so erfolgt, wie sich die Kunden das wünschen“, unterstreicht Marco Pietz die Bedeutung der Umfrageergebnisse für das künftige Angebot der hiesigen Wirtschaftsförderung.
Wissenschaftliche Begleitung
Wissenschaftlich begleitet wird die Online-Umfrage von PubliCConsult, einem Institut für Verwaltungsmanagement der Hochschule Harz. Die Hochschule hat bereits zahlreiche Unternehmensbefragungen durchgeführt und verfügt dadurch über die notwendige wissenschaftliche Expertise. Sie führte auch 2016 die Befragung im Landkreis Osterholz durch und wird diesmal auf dieselben Fragen wie seinerzeit zurückgreifen. „Dadurch ist die Vergleichbarkeit sichergestellt“, begründet Emanuel Hesse von der Hochschule Harz das Verfahren. Künftig werden auch Zeitreihenvergleiche möglich sein, um festzustellen, wie sich die Ansichten zu bestimmten Themen im Laufe der Jahre verändern.
Die Fragen beziehen sich auf Standortfaktoren, die Bekanntheit der Leistungen der Wirtschaftsförderung sowie zur Zufriedenheit mit diesen Leistungen. Zum Teil erfolgt die Beantwortung durch Ankreuzen. Es wird aber auch Textfelder geben, in denen die Teilnehmenden ihre Fragen und Anregungen oder ihre Kritik frei formulieren können. Wichtig ist allen Beteiligten, dass die Umfrage anonym erfolgt. Deshalb muss jeder, der eine individuelle Antwort auf seine Anmerkungen wünscht, dies am Ende der Befragung auf einem Kontaktformular mitteilen.
Mancher scheut das Risiko
„Solche Untersuchungen sind von immenser Bedeutung für die strategische Ausrichtung von Wirtschaftsförderung“, erläutert Professor Dr. Jürgen Stember von der Hochschule Harz. Gleichwohl scheint bei Weitem nicht jeder Landkreis für ein solch innovatives Verfahren aufgeschlossen zu sein. Manche Landkreise hätten anscheinend Angst vor möglichen schlechten Ergebnissen. Sie würden das Risiko scheuen, in der Auswertung auf wunde Punkte hingewiesen zu werden, vermutet Professor Dr. Stember als Grund für die Zurückhaltung.
Landrat Lütjen scheint zu jenen zu gehören, die die Chancen eines solchen Verfahrens in den Vordergrund stellen: „Gute Wirtschaftsförderung ist kein Selbstläufer. Wir setzen uns kritisch mit unserer Arbeit auseinander und sind froh über Hinweise von außen, um unsere Angebote noch besser auf die Bedürfnisse der Unternehmen auszurichten. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse.“
Die in der Datenbank der Wirtschaftsförderung hinterlegten über 1.000 Unternehmen werden am 1. April 2019 per E-Mail um Teilnahme an der Umfrage gebeten. Über einen hinterlegten Link ist die Online-Umfrage zu erreichen, die rund 20 Fragen umfasst und in weniger als zehn Minuten ausgefüllt werden kann. Unternehmen aus dem Kreisgebiet, die diese E-Mail nicht erhalten, können sich unter wirtschaft@landkreis-osterholz.de melden. Ihnen wird dann ebenfalls ein Zugang zur Umfrage ermöglicht. Die Online-Umfrage läuft bis zum 10. Mai 2019


Weitere Nachrichten Osterholzer Anzeiger
Da läuft einem das Wassser im Mund zusammen: Königsberger Klopse Gratin von Meike.  Foto: Meike

Meikes Königsberger Klopse Gratin

17.08.2019
Hallo liebe Leserinnen und Leser. Ich Nachteule kann mal wieder nicht schlafen. Es ist jetzt 4.40 Uhr. Den ersten Kaffee genieße ich jetzt beim Schreiben. Manchmal habe ich so eine lange schlaflose Phase, dann streiche ich meine Küche,...

Neue Generation Pur-Fans 7.000 Besucher beim Open-Air an der Stadthalle

16.08.2019
Osterholz-Scharmbeck. Man musste kein Pur-Fan sein und noch nicht einmal ein Ticket gekauft haben für das Konzert der Band, die sich seit 1975 einen festen Platz in der deutschen Musikszene erarbeitet hat. Man hörte sie weit über unser weites flaches Land, und ob...
Gesa Jürß, Beate C. Arnold und Jörg van den Berg (von links) stellen die neue „Worpswede Bank“ vor.  Foto: lse

Worpswede bekommt eigene Bank Sitzgruppen sollen Orte der Begegnung sein

16.08.2019
Worpswede. Im Rahmen des Kunstprojekts „Kaleidoskop Worpswede“ entstand die Idee, dem Künstlerdorf eine eigene Bank zu kreieren. Vergangenen Donnerstag wurde das ungewöhnliche Möbelstück offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. 
Schirmherr Bürgermeister Stefan Schwenke (rechts) und Uwe Buck, Gemeinde Worpswede, begrüßen es sehr, dass der “Soziale Tag” bereits zum dritten Mal im Rathaus und in der Bötjerschen Scheune stattfindet.  Foto: mr

Informationstag für alle Generationen Seniorenbeirat veranstaltet „Sozialen Tag“ am 18. August

16.08.2019
Worpswede. Zum dritten Mal findet in Worpswede am 18. August in der Zeit von 10 bis 17 Uhr der „Soziale Tag“ statt. Veranstaltungsorte sind die Bötjersche Scheune, Bauernreihe 3, und gegenüber die Ratsdiele im Rathaus, Bauernreihe 1. 
Galerie

152. Erntefest gefeiert Winnie Puuh bekam die Krone

16.08.2019
Osterholz-Scharmbeck (jgir). Gesäumt von Menschenmassen bewegten sich am vergangenen Sonntag wieder zahlreiche Erntegespanne durch die Straßen der Kreisstadt. Der traditionelle Erntefestumzug fand bei angenehmen Temperaturen, Sonnenschein...

UNTERNEHMEN DER REGION