Marcel Foltmer

Kunst in Zeiten der Pandemie

Osterholz-Scharmbeck. Gewinnerinnen des Kulturpreises richten erste Ausstellung des Osterholzer Kunstvereins aus.
 

Bilder
Die Preisträgerinnen (v.l.) Katrin Schütte, Tania Isabel Block und Birte Hölscher neben ausgewählten Arbeiten für die Ausstellung des Osterholzer Kunstvereins.  Foto: mf

Die Preisträgerinnen (v.l.) Katrin Schütte, Tania Isabel Block und Birte Hölscher neben ausgewählten Arbeiten für die Ausstellung des Osterholzer Kunstvereins. Foto: mf

Die Siegerinnen des 29. Kulturpreises der Volksbank eG Osterholz Bremervörde im letzten Jahr richten nun traditionell die erste Ausstellung des Osterholzer Kunstvereines im neuen Jahr aus, wenn auch mit deutlichen Einschränkungen.
Den ersten Preis gewann Birte Hölscher aus Worpswede. Ihre Werke bestehen häufig aus Malereien, die inspiriert sind von den Landschaften des Nordens, Fotografien kommen ebenfalls oft vor, wie zum Beispiel ihre Einreichung zum Kulturpreis: „Ich wollte das Phänomen der Nichtbegegnung darstellen“. Auch im Bezug auf die reduzierten Kontakte während der Corona-Pandemie, so Hölscher. Ihre Arbeit ist ein Selfie vor einem Spiegel. Zusehen ist das Gesicht, verdeckt mit dem Handy. Entsprechend lautet der Titel nüchtern wie Einsamkeit ausdrückend: „Me myself and i(Phone)“. Ihr wohl interessantestes Kunstwerk in der Ausstellung ist eine Zusammenarbeit mit einem Freund. Eine künstliche Intelligenz kreiert im Sekundentakt einmalige Bilder, nachdem sie mit ausgewählten Ausschnitten aus Webcams gefüttert wurde, die den Himmel über Island zeigen.
Der zweite Preis ging an Katrin Schütte. Ihre Einreichung hob sich von ihren sonstigen Kunstwerken ab. Von alten Bebauungsplänen inspiriert, die sie bei der Entrümpelung der Firma ihres Mannes fand, entstanden gefaltete Häuser aus Transparentpapier, die zusammen ihre Arbeit „Bebauung“ ergeben. Viele andere ihrer Arbeiten stellen ebenfalls Häuser dar, allerdings oftmals als abstrakte Malereien mit Öl auf Leinwand.
Neben den zwei Jurypreisen wurde außerdem ein Publikumspreis vergeben, dieses Mal an Tania Isabel Block. Auch sie stellte mit ihrer eingereichten Arbeit „Begegnung 2020“ das Zusammenleben während der Pandemie dar. Ihre Fachgebiete sind einerseits Plastiken, die vor allem aus recycelten Materialien bestehen, und andererseits Malereien, die nicht die detailgetreue Realität, sondern den Charakter eines Momentes Darstellen sollen.
Zu begutachten sind die ausgestellten Werke der Preisträgerinnen - so heißt die Ausstellung - ab Sonntag virtuell, zu erreichen unter www.kunstverein-osterholz.de. Auch die Künstlerinnen selbst haben eigene Internetpräsenzen: Birte Hölscher ist unter www.birtehoelscherart.com zu finden, Katrin Schütte unter www.katrinschütte.de und Tania Isabel Block unter www.taniablock.de


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