ak

Idee für bezahlbaren Wohnraum in Worpswede schwer umsetzbar

Worpswede (ak). Die Familie Schnaars aus Neu Sankt Jürgen möchte auf ihrem Grundstück bezahlbaren Wohnraum schaffen. Leider scheitert die Idee bisher an politischen Hürden.
 
Bilder
In Worpswede diskutieren die Ausschussmitglieder über das Bauvorhaben der Familie Schnaars. Die Ausschussmitglieder äußerten dabei vor allem Bedenken.  Foto: ak

In Worpswede diskutieren die Ausschussmitglieder über das Bauvorhaben der Familie Schnaars. Die Ausschussmitglieder äußerten dabei vor allem Bedenken. Foto: ak

Bereits im Juni 2019 hatte die Familie Schnaars aus dem Worpsweder Ortsteil Neu Sankt Jürgen beim Landkreis Osterholz eine Bauvoranfrage gestellt. Geplant ist, auf einem ca. 1,2 ha großen Teil des eigenen Grundstücks das bestehende Wohnhaus aufzustocken und zu sanieren und zwei Mehrfamilienhäuser nebst Nebengebäuden zu errichten.
 
Bebauung fügt sich nicht in Umgebung
 
Im September desselben Jahres teilte der Landkreis dann mit, dass der Antrag derzeit keine Aussicht auf Erfolg habe, und begründete dies unter anderem damit, dass die geplante Bebauung sich nach Art und Maß nicht in die Umgebung einfüge und Teile der Nebengebäude sich in einem nicht zulässigen Außenbereich befänden. Insofern könne die geplante Bebauung nur über eine Bauleitplanung geregelt werden. Aus diesem Grund haben die Eigentümer die Aufstellung eines Bebauungsplans beantragt. Somit hatte der Ausschuss nun die Entscheidung zu treffen, ob die Verwaltung beauftragt werden solle, für das Vorhaben ein Bebauungsplanverfahren einzuleiten.
 
Würdigung des Engagements
In der anschließenden Diskussion wurden viele Bedenken quer durch alle Parteien geäußert. Beanstandet wurden unter anderem die Höhe der Gebäude, die verdichtete Bauweise, die gerade im Außenbereich nicht dem dörflichen Charakter entspräche und auch die Nähe zu einer Bahnlinie und verschiedenen Sportanlagen. Hier gab es vor allem deshalb Bedenken, ob zukünftige Mieter*innen sich nicht gestört fühlen, wenn zum Beispiel der Spielbetrieb auf den Tennisanlagen oder bei Fußballspielen zu entsprechenden Lärmpegeln führt. Auch ist heute nicht abzusehen, ob die angrenzende Bahnlinie zukünftig wieder intensiver genutzt wird.
Es gab aber auch positive Argumente, die eine grundsätzliche Ablehnung des Projektes verhinderten. Das persönliche Engagement der Familie Schnaars als Investor bezahlbaren Wohnraum zu schaffen wurde durchaus gewürdigt. Letztendlich wurde mehrheitlich entschieden, erneut Gespräche zwischen dem Eigentümer und den einzelnen Fraktionen aufzunehmen und gemeinsam Lösungen für eine verkleinerte Variante der Bebauung zu finden


UNTERNEHMEN DER REGION