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Hilfe für Hochwassergeschädigte

Vom Hochwasser Geschädigte können auf unbürokratische Soforthilfen aus Spenden hoffen und ab sofort einen Antrag bei der Freiwilligenagentur stellen.

Lilienthal. Das Hochwasser in der Gemeinde Lilienthal und der Region hat viele Schäden angerichtet. Viele Lilienthaler:innen mussten ihrer Häuser verlassen, unzählige Keller waren vollgelaufen und viel Eigentum wurde zerstört. Dies führt bei vielen Betroffenen nun zu Existenzängsten, insbesondere da oft unklar ist, ob und wann Versicherungen bezahlen und wann mit den angekündigten Hilfen von Land und Bund zu rechnen ist.

Um diese Ängste etwas zu mildern haben die Freiwilligenagentur Lilienthal e.V., der Rotary Club Osterholz und der Bürgerverein Borgfeld e.V. gemeinsam mit dem Weser Kurier einen Spendenaufruf gestartet. Betroffene können nun auf eine finanzielle Soforthilfe hoffen. Sie sollen unbürokratisch mit einer finanziellen Soforthilfe in Höhe von max. 1.000€ pro Haushalt unterstützt werden.

 

Hohe Spendenbereitschaft

 

Die Höhe der finanziellen Unterstützung ist abhängig von der Gesamtanzahl der eingegangenen Anträge und insgesamt begrenzt auf die Gesamtsumme der bei der Freiwilligenagentur Lilienthal e.V. eingegangenen Spendenmittel. Die Förderung setzt voraus, dass Betroffene unverschuldet in eine Notlage aufgrund des Hochwassers bzw. eindringenden Grundwassers geraten sind. Zudem sind die Spendenmittel gegenüber anderen Entschädigungen subsidiär, d.h. Antragstellende müssen anderweitige Entschädigungen (z.B. Versicherungsleistungen, staatliche Hilfen, weitere Zuwendungen) angeben.

Zur Zeit sind Spenden in Höhe von über 83.000€ bei der Freiwilligenagentur Lilienthal e.V., ca. 30.000€ beim Rotary Club Osterholz und 25.000€ beim Bürgerverein Borgfeld e.V. eingegangen. Der Lions Club hat kürzlich 5.000 Euro nachgelegt. Zudem hält er weitere 15.000 Euro vor, falls die Mittel sich erschöpfen.

„Die Spendenbereitschaft ist sehr groß und reicht von 20€ von Privatpersonen bis hin zu 10.000€ von Unternehmen. Wir hoffen, dass wir insgesamt über 150.000€ Spenden erhalten werden. Obwohl das sehr viel Geld ist, könnten wir bei einer Soforthilfe von maximal 1.000€ nur 150 Haushalte unterstützen“, sagt Hans-Jürgen Blöcker, Schatzmeister der Freiwilligenagentur Lilienthal e.V..

 

Hauptwohnsitz Lilienthal

 

Der Antrag auf finanzielle Unterstützung für Lilienthaler:innen ist bei der Freiwilligenagentur Lilienthal e.V. mit dem dafür vorgesehenen Antragsformular schriftlich zu stellen. Je Haushalt darf nur ein Antrag gestellt werden und muss bis zum Ablauf des 31. Januar 2024 eingegangen sein. Danach eingehende Anträge werden nicht mehr berücksichtigt. Das Team der Freiwilligenagentur unterstützt gerne beim Ausfüllen und ist per E-Mail info@freiwilligenagentur-lilienthal.de oder telefonisch unter 04298-2797630 sowie zu den Öffnungszeiten montags 9.30 bis 13 Uhr und donnerstags von 16 bis 19 Uhr im Konventshaus erreichbar.

Die finanziellen Soforthilfen der Freiwilligenagentur Lilienthal e.V. können nur an Menschen mit Hauptwohnsitz in Lilienthal ausgezahlt werden. Betroffene aus Bremen und Osterholz können Soforthilfen beim Rotary Club OHZ beantragen. Hochwassergeschädigte aus Borgfeld setzen sich bitte mit dem Bürgerverein Borgfeld, Louise-Böhm-Weg 43, 28357 Bremen, in Verbindung. Die Ansprechperson Gabi Piontkowski ist per E-Mail unter gpio@gmx.de und telefonisch unter 0171-3615985 erreichbar. Die Vergabekriterien der Freiwilligenagentur Lilienthal e.V., des Rotary Clubs OHZ und des Bürgervereins Borgfeld sind im Kern identisch. Die Anträge des Rotary Club Osterholz und des Bürgerverein Borgfeld auf Soforthilfen sind auf der Homepage der Freiwilligenagentur Lilienthal e.V. veröffentlicht.

 

Weiter spenden

 

Die aktuellen Einsätze und der Wiederaufbau werden alle Betroffenen viel Kraft und auch Geld kosten. Gleichzeitig erlebt Lilienthal und die Region eine riesige Welle der Hilfe und Unterstützung. Menschen spenden oder helfen Hand in Hand vor Ort. Die Freiwilligenagentur Lilienthal e.V. sowie der Rotary Club Osterholz und der Bürgerverein Borgfeld rufen daher zu weiteren Spenden auf, um die Betroffenen in der Region unterstützen zu können. Alle drei Organisationen können Spendenbescheinigungen ausstellen.

 

Hilfen vom Land

 

Auch die Landesregierung ist nicht untätig geblieben, hat aber etwas unnötige Zeit verstreichen lassen. Zunächst hatte sie nur 10 Millionen Euro als Soforthilfe veranschlagt. Nun aber hat sie einen Nachtragshaushalt beantragt, um 100 Millionen Euro für Soforthilfen zur Verfügung stellen zu können. Die Union war diesen Weg schon eine Woche zuvor gegangen. d im Stich gelassen. Die Hilfsgelder, die schon bald abgerufen werden können, sind ein Beleg der großen Solidarität mit den Menschen in den Hochwassergebieten“, sagt dazu die grüne Landtagsabgeordnete Eva Viehoff aus Loxstedt. für Es seien auch Investitionen in den Hochwasserschutz vorgesehen. Viehoff hofft, der Landtag beschließt die Hochwasserhilfe im Februar.


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