

Osterholz-Scharmbeck. Die Stadthalle Osterholz-Scharmbeck war wieder einmal bis auf den letzten Platz gefüllt. Zur Freisprechungsfeier „Winter 2026“ des Handwerks im Kreis Bremervörde und Landkreis Osterholz waren neben den frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen auch zahlreiche Familienangehörige, Freunde und Ehrengäste angereist. Von den 141 Auszubildenden, darunter nur zehn Frauen, haben 126 ihre Lehre in den unterschiedlichen Handwerksberufen mit Erfolg abgeschlossen.
Freisprechung durch den Kreishandwerksmeister
Traditionell eröffnete die Lehrerband „Five Branches“ der Berufsbildenden Schule Osterholz-Scharmbeck die offizielle Feierstunde mit einem satten Sound. Die anschließende Begrüßung der Gäste übernahm in diesem Jahr der Osterholzer Kreishandwerksmeister Joachim Runge. Er vollzog auch im Laufe des Abends die Zeremonie der Freisprechung mit den Worten: „Nun erhebt Euch bitte von Euren Plätzen. Nach alten deutschem Handwerkerbrauch spreche ich Euch nunmehr frei. Ich spreche Euch los von den Verpflichtungen, die Ihr in Eurer Lehrzeit übernommen habt und erkläre in aller Öffentlichkeit, dass Ihr rechtschaffene Handwerksgesellinnen und -gesellen Eures Berufsstandes seid. Macht Eurem Handwerk Ehre. Haltet hoch die guten Sitten Eurer Mütter und Väter und werdet tüchtige Handwerksgesellinnen und -gesellen.“
Es folgte die Übergabe der Zeugnisse auf der großen Bühne der Stadthalle. Stolz präsentierten die erfolgreichen Absolventen ihre Urkunden dem applaudierenden Publikum. 16 Kandidatinnen und Kandidaten durften sogar zweimal die Stufen auf das Podium betreten. Sie erhielten als Anerkennung ihrer Leistungen eine Prämie vom Vorstandsmitglied Frank Koschuth der Volksbank Elbe-Weser-Dreieck eG überreicht. Zusätzlich überreichte der stellvertretende Kreishandwerksmeister Osterholz, Markus Hünken, ein kleines Geschenk der jeweiligen Innung.
Einen besonderen Applaus und eine gerahmte Urkunde durften der Anlagenmechaniker Lukas Schmidt aus Grasberg sowie die Zimmerleute Cathlin Böttjer aus Bremervörde und Justin Siemer aus Osterholz-Scharmbeck mit nach Hause nehmen. Sie hatten ihre Prüfungen mit der Bestnote „sehr gut“ sowohl bei der Fertigkeits- als auch bei der Kenntnisprüfung bestanden.
Handwerk ist was Besonderes
Die Festansprache des Freisprechabends hielt der Vorstand der Volksbank eG Osterholz Bremervörde, Jan Mackenberg. Er sei der Überzeugung, dass Handwerk essenziell für unser Land, für unsere Wirtschaft und Gesellschaft sind. „Handwerk ist nicht irgendwas. Handwerk ist alles.“ Handwerk sei nicht nur allein Technik, sondern auch Kompetenz und vor allem Vertrauen. „Vertrauen darauf, dass jemand weiß, was er tut, wenn andere nicht weiterwissen. Und genau dieses Vertrauen und den Nachweis in Eure Kompetenz bekommt Ihr heute offiziell zugesprochen.“
Mackenberg betonte in seiner Rede immer wieder die Wichtigkeit des Handwerks. Es sei krisensicher, regional verwurzelt, innovativ und unverzichtbar. Er sehe die vor ihm sitzenden Junghandwerkerinnen und Junghandwerker nicht nur als gut ausgebildete Fachkräfte, sondern auch als Problemlöser, Möglichmacher und Zukunftsbauer. Weiter sagte er: „Ich sage Euch und Ihnen: Gerade wir als Volksbanken, aber auch die regionale Sparkasse, wissen, wie wichtig das Handwerk ist. Denn Handwerksbetriebe sind das Rückgrat unserer Region. Sie bilden aus, sie stellen Arbeitsplätze, sie investieren, sie übernehmen Verantwortung.“



