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„Gemeinsam Kirche sein“

Lara Schilde übernimmt die Leitung des Kirchenkreises Osterholz-Scharmbeck. Am Sonntag, 6. September, wird die 42-Jährige in einem Festgottesdienst offiziell als Superintendentin eingeführt.

Bild: Eb

Osterholz-Scharmbeck. Regionalbischöfin Sabine Preuschoff führt am Sonntag, 6. September, Superintendentin Lara Schilde in ihr neues Amt ein. Der Festgottesdienst beginnt um 15 Uhr in der St.-Willehadi-Kirche in Osterholz-Scharmbeck. Musikalisch gestaltet wird er von der Kantorei und Kirchenkreiskantorin Caroline Schneider-Kuhn.

Im April hatte die Kirchenkreissynode die 42-jährige Schilde zur neuen Leitenden Geistlichen des Kirchenkreises Osterholz-Scharmbeck mit seinen 17 Gemeinden gewählt. Sie folgt auf Jutta Rühlemann, die im vergangenen Sommer in den Ruhestand gegangen war.

Schilde bringt umfangreiche Erfahrungen für ihr neues Amt mit. Zehn Jahre lang war sie Pastorin der Kirchengemeinden Bexhövede und Bramel im Kirchenkreis Wesermünde. Als stellvertretende Superintendentin und Mitglied des Kirchenkreisvorstandes übernahm sie bereits Leitungsaufgaben. Fünf Jahre lang bildete sie Vikarinnen und Vikare aus, zudem war sie als Kirchenkreisjugendpastorin für die Arbeit mit Familien und Kindern verantwortlich. Schilde ist ausgebildete systemische Seelsorgerin und Beraterin und studierte Evangelische Theologie in Göttingen und Heidelberg.

Orientierung geben

„Lara Schilde überzeugt mit schnellem Denken und großer Klarheit. Ihre Entscheidungen sind wohl überlegt“, sagt Regionalbischöfin Sabine Preuschoff. Besonders beeindrucke sie Schildes tiefer Glaube. Biblische Worte und theologische Ansichten bildeten auf natürliche Weise die Grundlage ihres Redens und Handelns. „Sie ist bereit, Verantwortung und Führung zu übernehmen in einer Zeit, da die Menschen besonders Orientierung suchen.“

Schilde selbst möchte in ihrem neuen Leitungsamt vor allem mit den Menschen im Kirchenkreis im Gespräch bleiben. „Es gibt so viele Fachleute im Kirchenkreis, der so eine faszinierende Vielfalt aufweist“, sagt die verheiratete Mutter zweier Kinder. Von ländlich bis städtisch geprägten Gemeinden habe sie ein konstruktives Miteinander und viel Mut zu Veränderungen erlebt.

Eine zentrale Frage sei für sie, wie Kirche mit Blick auf die kommenden Jahre gestaltet werden könne. Die Diakonie als „Gesicht der Kirche“ und die Evangelische Jugend sieht Schilde dabei als wichtige Arbeitsfelder. Gleichzeitig beobachte sie, dass in den Gemeinden zunehmend Teams zusammenarbeiteten, in denen Menschen unterschiedlicher Berufsgruppen ihre jeweiligen Kompetenzen einbringen.

„Gemeinsam Kirche sein: erkennbar, fröhlich und leistbar“, fasst Schilde ihren Anspruch zusammen. Wichtig seien ihr Zusammenarbeit auf Augenhöhe und das Bewusstsein, dass mitunter bereits kleine Veränderungen große Wirkung entfalten könnten. „So habe ich bislang die Arbeit hier vor Ort erlebt und ich freue mich darauf, nun als Leitungsperson mitzuwirken und die Zukunft mit Ideen und Tatkraft mitzugestalten.“


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