Jörg Monsees

Inflation im August

Niedersachsen (red). Die Inflation in Niedersachsen hat im August wieder angezogen. Nach 2,7 Prozent im Juli lag die Teuerungsrate im August bei 2,9 Prozent – besonders stark stiegen die Preise für Energie.

Die Verbraucherpreise in Niedersachsen lagen im August 2,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das geht aus vorläufigen Zahlen hervor, die das Landesamt für Statistik Niedersachsen am Montag, 31. August, veröffentlicht hat. Gegenüber Juli erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent

Besonders deutlich fiel der Preisanstieg bei Energie aus. Sie verteuerte sich binnen eines Jahres um 10,2 Prozent. Kraftstoffe kosteten 27,9 Prozent mehr als im August des Vorjahres. Diesel verteuerte sich um 42,2 Prozent, Superbenzin um 23,6 Prozent. Noch stärker stiegen die Preise für leichtes Heizöl mit einem Plus von 54,3 Prozent.

Nicht alle Energiearten wurden allerdings teurer. Haushaltsenergie insgesamt kostete ein Prozent weniger als vor einem Jahr. Fernwärme verbilligte sich um 6,6 Prozent, Erdgas ohne Betriebskosten um 6,9 Prozent und Strom um 3,7 Prozent. Ohne Heizöl und Kraftstoffe hätte die Teuerungsrate bei 1,8 Prozent gelegen.

Bei Nahrungsmitteln gingen die Preise dagegen im Durchschnitt um 0,5 Prozent zurück. Deutlich günstiger wurden unter anderem Butter mit einem Minus von 29,1 Prozent und Milch mit einem Rückgang von 10,3 Prozent. Frisches oder gekühltes Obst verbilligte sich insgesamt um 7,4 Prozent.

Bei einzelnen Lebensmitteln gab es zugleich deutliche Preissteigerungen. Kopfsalat oder Eisbergsalat kosteten 28,3 Prozent mehr als vor einem Jahr, Möhren 16,3 Prozent und Eier 11,6 Prozent mehr.

Die Kerninflation, bei der Nahrungsmittel und Energie nicht berücksichtigt werden, lag im August bei 2,5 Prozent.

Auch Dienstleistungen blieben ein Preistreiber. Ohne Nettokaltmieten lagen sie 3,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Für Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen wurden 3,5 Prozent mehr verlangt. Die Personen- und Güterbeförderung verteuerte sich um sechs Prozent, Dienstleistungen sozialer Einrichtungen um 5,6 Prozent.

Die Nettokaltmieten stiegen vergleichsweise moderat um 2,1 Prozent. Deutlicher legten die Wohnungsnebenkosten mit fünf Prozent zu. Für die Müllabfuhr wurden 5,4 Prozent mehr fällig, für die Abwasserentsorgung 3,9 Prozent und für die Wasserversorgung 3,7 Prozent mehr.


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