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Ganzheitliche Pflege mit der Zeit

Vor 25 Jahren wurden die Hauspflege-Profis in Pennigbüttel gegründet.

Am liebsten wäre Annegret Erdtmann viel öfter pflegend bei ihren Patientinnen und Patienten, doch in ihrem Büro in der Siemensstraße in Pennigbüttel laufen für die Pflegedienstleitung die Fäden zusammen.

Am liebsten wäre Annegret Erdtmann viel öfter pflegend bei ihren Patientinnen und Patienten, doch in ihrem Büro in der Siemensstraße in Pennigbüttel laufen für die Pflegedienstleitung die Fäden zusammen.

Bild: Ek

Pennigbüttel. Das Jubiläum ist für die Gründerin Annegret Erdtmann ein willkommener Anlasse, sich bei allen Klientinnen und Klienten für ihr Vertrauen, bei allen Kooperationspartnern für ihre jahrelange Treue und nicht zuletzt bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu bedanken, ohne deren engagierte und professionelle Arbeit die Hauspflege-Profis nicht möglich gewesen wären.

Nach 25 Jahren hat Erdtmanns Idealismus nicht nachgelassen, sich aber doch verändert. Sie hat sich entschieden, die Leistungen nach Zeit abzurechnen statt nach Einzelleistungen, um mehr Zeit für den Patienten zu haben. „Wir haben so weniger Stress im Job, und das ist für alle Beteiligten entspannter.“ Man wolle keine Pflege im Akkord anbieten. Die Hauspflege-Profis bleiben so für die anberaumte Zeit im Hause des Patienten und können sich je nach individuellem Können und Bedarf auf jeden einzelnen der Menschen einstellen, die ihrer Unterstützung bedürfen.

Die Branche der ambulanten Krankenpflege sei an sich stressanfällig: „Es wird mit den steigenden Gehältern der Pflegefachkräfte schwierig, gewinnbringend zu arbeiten“, sagt Angelika Erdtmann. Das ließe sich allein durch „schnelleres Arbeiten“ gegenfinanzieren, was aber wieder den Patienten und auch dem Arbeitsklima nicht zuträglich wäre. „Das bedeutet schon Stress für mich“, gibt die 59-Jährige zu, die als examinierte Altenpflegerin und gerontopsychiatrische Fachkraft und geschulte Kommunikationsmethodikerin für an Demenz Erkrankte gern öfter selbst ihre Patienten besuchen und pflegen möchte und dafür am liebsten eine bezahlbare qualifizierte Kraft für die Büroarbeit finden und beschäftigen möchte.

Doch es wäre eine Überraschung, wenn ausgerechnet in der Pflege kein Fachkräftemangel herrschen würde. Bei den Hauspflegeprofis sind die Anforderungen an die Mitarbeitenden nicht gerade gering, aber die Fluktuation der Kolleginnen und Kollegen, die die Patienten in ihrem Zuhause pflegen, ist sehr klein. So sei es nun ein freundliches Team von mit ihr zwölf Personen, die zum Teil seit vielen Jahren die rund 45 Pflegebedürftigen besuchen, mit den Notfalleinsätzen käme man gut auf rund 70 Besuche pro Woche. „Ich habe zum Glück total gute Pflegekräfte“, sagt Erdtmann, auf deren Wohl sie besonders Acht gibt: „In der Pflege darf man sich nicht komplett aufopfern. Das muss ich schon für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Auge behalten, dass sie ihre eigene Gesundheit nicht immer ganz hintenanstellen.“

Und dennoch können die Hauspflege-Profis ihre Patienten, die sie nicht selten seit Jahren und Jahrzehnten betreuen, so pflegen, dass es den hohen Ansprüchen des Pflegedienstes immer genügen kann: „Zu jeder Zeit steht das Wohl der Patientinnen und Patienten, der Seniorinnen und Senioren im Fokus des Wirkens unserer Firma.“


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