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Benjamin Moldenhauer

Filmwelten

Kinoprogramm vor Ort im Juni.

144 Folgen von Buffy the Vampire Slayer wurden von 1997 bis 2001 produziert. Foto: Channel Four

144 Folgen von Buffy the Vampire Slayer wurden von 1997 bis 2001 produziert. Foto: Channel Four

Bild: Deposit

Chantal im Märchenland

Ein Spin-off einer der gefürchtetsten deutschsprachigen Komödien, „Fack Ju Göhte“, dem „Die Lümmel von der letzten Bank“ für die Migrationsgesellschaft. Gefürchtet bei Pädagogen und Erziehungsberechtigten, geliebt von denen, für die der Film gemacht ist: jungen Menschen, die sich irgendwie durchs desolate deutsche Schulsystem durchbeißen müssen. „Chantal im Märchenland“ ist vom gleichen derben Humor bestimmt. Fans der „Göhte“-Filme können hier nichts falsch machen.

Central-Theater Osterholz-Scharmbeck, Samstag, 8.6., 15 Uhr

 

Kung Fu Panda 4

Der vierte Teil einer Filmreihe ist nicht immer der beste. Meist ist dann eh nur noch die Geldmaschine am Laufen, und die Originalität verschwunden. Im Falle von „Kung Fu Panda 4“ ist das anders. Auch die vierte Runde mit dem dicken Bären Po (gesprochen von Hape Kerkeling) ist ein überbordendes Animationsspektakel, das den Verstand von Zuschauer:innen jeden Alters nicht beleidigt.

Central Theater, Sonntag, 9.6., 14 Uhr

 

Alles steht Kopf 2

Der erste „Alles steht Kopf“-Film zeigte in unheimlich unterhaltsamer, kluger, witziger und berührender Weise, was im Kopf eines vorpubertären Mädchens so vor sich geht.

Im zweiten Teil ist die Heldin Riley zum Teenager geworden, und in der Schaltzentrale geht es nicht weniger turbulent zu. Eher im Gegenteil. Die Basisemotionen Freude, Trauer, Wut, Angst und Ekel haben gut zu tun, dargestellt werden von ganz bezaubernden Pixar-Figuren. Mit der Adoleszenz kommt allerdings noch der Zweifel dazu. Das macht es nicht einfacher.

Central-Theater Osterholz-Scharmbeck, Mittwoch, 12.6., 19.45 Uhr, und im Filmpalast Schwanewede, 16 und 20 Uhr

 

Priscilla

Als die Teenagerin Priscilla Beaulieu (Cailee Spaeny) auf einer Party Elvis Presley (Jacob Elordi) kennenlernt, wird aus dem Mann, der bereits ein kometenhafter Rock ’n‘ Roll-Superstar ist, in privaten Momenten jemand völlig Unerwartetes: ein Verbündeter in der Einsamkeit, ein sanfter bester Freund und Priscillas erste große Liebe. Es entfaltet sich eine Geschichte von einem Stützpunkt der US-Armee in Deutschland bis nach Graceland Tennessee, über Liebe und Ruhm mit der eine bisher unsichtbare Seite des großen amerikanischen Mythos hinter Elvis und Priscillas turbulenter Ehe offenbart wird. Meisterregisseurin Sofia Coppola hat nach ihrem Film über Marie Antoinette ihr zweites Biopic gedreht.

Ritterhuder Lichtspiele, Dienstag, 11.6., und Mittwoch, 12.6., 20.15 Uhr

 

Border

Die schwedische Grenzbeamtin Tina (Eva Melander) besitzt eine für eine Zöllnerin besonders praktische Gabe: Sie kann besser riechen als alle anderen Menschen und so etwa Schmuggelware oder auch die Emotionen der Menschen wahrnehmen. Wenn jemand beim Grenzübertritt Angst hat oder sich schuldig fühlt, weil er Schmuggelware dabei hat, entgeht das ihrer Nase nicht. Dazu kommt noch ihr besonderes Aussehen: Tinas Gesicht ist seltsam geschwollen, sie hat einen Blick, der sich förmlich in ihr gegenüber bohrt, außerdem ist sie für eine Frau besonders kräftig. All das verleiht Tinas Ausstrahlung etwas Animalisches. Ihr Geruchssinn ist nahezu unfehlbar, aber einmal versagt er doch: Vore (Eero Milonoff) hat wie Tina einen Chromosomenfehler, was bei ihm zu einer Deformation im Gesicht geführt hat. Die beiden Außenseiter kommen einander näher. „Border“, der dritte Film des iranischstämmigen Regisseurs Ali Abbasi, ist einer schaurig-schöne Geschichte über zwei Menschen am Rand.

Ritterhuder Lichtspiele, Dienstag, 11.6., und Mittwoch, 12.6., 20.15 Uhr

 


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