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Mareike Kerouche

Feierlichkeiten ziehen gewaltige Kreise - Veranstaltungsmarathon zum Findorff-Jahr nimmt Formen an

Richard Henning und Hermann Röttjer (v.l.) freuen sich über eine kurhannoversche Karte aus dem Elbe-Weser-Dreieck, Anno 1764-1768. Sie zeigt Wege und Wirken des Moorkolonisators Jürgen Christian Findorff auf. Mitgebracht hat sie Hinrich Steffens (r.).  Foto: im

Richard Henning und Hermann Röttjer (v.l.) freuen sich über eine kurhannoversche Karte aus dem Elbe-Weser-Dreieck, Anno 1764-1768. Sie zeigt Wege und Wirken des Moorkolonisators Jürgen Christian Findorff auf. Mitgebracht hat sie Hinrich Steffens (r.). Foto: im

Karlshöfenermoor. „Das Findorff-Jahr rückt näher und ist zurzeit in aller Munde, Bürgermeister, Landräte, selbst die Politiker aus der Landeshauptstadt Hannover werden auf uns aufmerksam“, so die positive Bilanz von Hermann Röttjer, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft auf dem sechsten Arbeitskreistreffen zu Ehren des 300. Geburtstages des Moorkolonisators Jürgen Christian Findorff in der Gaststätte „Zur Kreuzkuhle“.
Höchst zufrieden konnte er feststellen, dass sich der Veranstaltungskalender füllt. Um die Bevölkerung auf die vielen Veranstaltungen in den Landkreisen Osterholz, Rotenburg und Verden aufmerksam zu machen, soll auf Vorschlag von Ursula Villwok vom Amt für Kreisentwicklung-Kultur beim Landkreis Osterholz ein Flyer „Findorff-Region Teufelsmoor“ rechtzeitig zu Findorffs Geburtstag Anfang kommenden Jahres herausgegeben werden.
Theateraufführungen, Gottesdienste, Vorträge, Torfkahn-Armada, Hafenfeste, Ausstellungen, Eröffnung eines neuen Radweges, Back- und Handwerkertage, Filme, Wanderausstellung, Radtouren, mit dem Moorexpress auf Findorffs Spuren und viele weitere Aktionen sind für das ganze gesamte Findorff-Jahr geplant.
Da Findorff auch viele der Kirchen im Landkreis Osterholz durch seine Planungen mitgestaltet hat, rufen der Landkreis und der Kirchenkreis Osterholz zu einem Fotowettbewerb auf.
An sechs Terminen möchte Richard Henning vom Verein „Findorffs Erben“ mit Pferd und Fuhrwerk den Moorkommissar mit seinem Gefolge an verschiedenen Stationen im Teufelsmoor haltmachen lassen.
Wie bereits berichtet, soll die Auftaktveranstaltung zum 300. Geburtstag Findorffs am 22. Februar kommenden Jahres am Ort seiner Ruhestätte in Iselersheim ausgerichtet werden.
Auch die Planungen zur Hauptveranstaltung am 29. und 30. August 2020 laufen auf Hochtouren. Austragungsort ist der Schützenplatz in Worpswede. In einem großen Festzelt für rund 500 Besucher und auf dem umliegenden Festplatz wird mit Musik, Tanz, Festvorträgen, alter Handwerkskunst und vieles mehr ein buntes Unterhaltungsprogramm für die breite Bevölkerung geboten. „Der genaue Ablauf befindet sich noch in der Schwebe, doch wir kriegen das schon hin“, so die feste Überzeugung von Hermann Röttjer.
Aus der Versammlung heraus wurde auf die Vielseitigkeit des Moorkolonisators hingewiesen, die ihm zu Ehren berücksichtigt werden sollte. Wege und Wirken Findorffs möchte Hinrich Steffens mit historischen Karten in einer Geschichtswerkstatt erstellen. Große Banner mit informativen Texten und Bildern werden auf dem Festplatz in Worpswede und auch bei anderen Veranstaltungen präsentiert.
Auch die Kinder sollen in die Veranstaltungen mit eingebunden werden. Dafür macht sich der Alfstedter Gymnasiallehrer Hans-Hinrich Kahrs, Plattdeutsch-Beauftragter der Landesschulbehörde und des Landschaftsverbandes Stade stark. Mit den beiden Grundschullehrerinnen Heike Brüning und Andrea Schwarz möchten er mit einer reich an Informationen und Material gut bestückten „Moorkiepe“, die Grundschulkinder der Findorff-Region für die Geschichte im Unterricht begeistern.
Auch die Arbeitsgruppe „Finanzen“ um Richard Henning und Reiner Hildebrandt ist zurzeit schwer damit beschäftigt, einen finanziellen Plan zu erstellen und Sponsoren für die gute Sache zu gewinnen. „Die Bereitschaft ist groß, wir sind auf einem guten Weg“, so die positive Bilanz von Hermann Röttjer abschließend. Am Montag, 19. August, um 19 Uhr findet die nächste Sitzung in der Gaststätte „Zur Kreuzkuhle“ statt. Neue Ideen und neue Mitstreiter sind herzlich willkommen.


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