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Fachlicher Austausch

Seit 20 Jahren verbindet die Landkreis Osterholz und Kwidzyn eine Partnerschaft. Bei einem Fachbesuch tauschten sich Verwaltungsmitarbeitende über Straßenbau, Wassermanagement, Naturschutz und Windenergie aus.

 

Die Partnerschaft zwischen den beiden Landkreisen Osterholz und Kwidzyn wurde noch einmal vertieft.

Die Partnerschaft zwischen den beiden Landkreisen Osterholz und Kwidzyn wurde noch einmal vertieft.

Bild: Eb

Landkreis Osterholz. Der Landkreis Osterholz und der polnische Landkreis Kwidzyn pflegen seit 20 Jahren eine Partnerschaft. Nun stand verstärkt der fachliche Austausch der Verwaltungen im Mittelpunkt: Vom 15. bis 18. September war eine sechsköpfige Delegation aus Kwidzyn im Landkreis Osterholz zu Gast.

Gemeinsam mit Dezernent Dominik Vinbruck und Vertretern verschiedener Fachämter diskutierten die Gäste aktuelle Herausforderungen beider Regionen. „Der Blick über die eigenen Verwaltungsgrenzen hinaus ist gerade bei komplexen Fachthemen besonders wertvoll. Wir stehen teilweise vor sehr ähnlichen Herausforderungen und können voneinander lernen“, sagte Vinbruck.

 

Ähnliche Probleme auf Moorböden

Eine Gemeinsamkeit zeigt sich beim Straßenbau. Sowohl im Landkreis Osterholz als auch im Landkreis Kwidzyn verlaufen Straßen auf Moorböden. Absackungen und daraus entstehende Schäden stellen die Verwaltungen vor vergleichbare Probleme. Entsprechend wurden Erfahrungen mit unterschiedlichen Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen ausgetauscht.

Auch das Wassermanagement beschäftigt beide Regionen. Während der Landkreis Osterholz von Gewässern, Kanälen und Moorlandschaften geprägt ist, liegt Kwidzyn an der Weichsel. Dort spielen insbesondere Hochwasserschutz und Deichunterhaltung eine wichtige Rolle

Bei mehreren Exkursionen erhielten die Gäste Einblick in die Arbeit vor Ort. Während eines gemeinsamen Radausflugs erläuterte Dr. Hans-Gerhard Kulp von der Biologischen Station Osterholz die Bedeutung der Moore für Natur- und Klimaschutz. Bei einer Torfkahnfahrt ging es um Wassermanagement, Deich- und Brückenunterhaltung sowie den Hochwasserschutz.

 

Von Kreisstraßen bis Windenergie

Ein weiterer Termin führte die Delegation zur Kreisstraßenmeisterei. Dort informierten sich die polnischen Gäste über Arbeitsabläufe sowie Fahrzeuge und Geräte zur Unterhaltung der Kreisstraßen und des Radwegenetzes. Auch Fragen des Baurechts, der Ablauf von Baugenehmigungsverfahren und der Lärmschutz standen auf dem Programm. Bei einer Windenergieanlage tauchten sich die Fachleute zudem über Betrieb und praktische Umsetzung der Windenergieanlage aus.

Den Abschluss bildete ein Besuch des Klimahauses in Bremerhaven. Der Landkreis wertet den Fachbesuch als weitere Vertiefung der seit 20 Jahren bestehenden Partnerschaft. Neben den persönlichen und kulturellen Kontakten soll künftig der fachliche Austausch zwischen den Verwaltungen eine stärkere Rolle spielen.


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