Monika Ruddek

Erfolgreiche Ära Wentrot - Nabertherms Geschäftsführer geht in den Ruhestand

Lilienthal. Vor 18 Jahren übernahm Friedrich-Wilhelm Wentrot im Jahre 2001 das operative Geschäft des Maschinenbauunternehmens Nabertherm GmbH in Lilienthal. Bereits in den 54 Jahren zuvor schrieb das traditionelle Familienunternehmen seine Erfolgsgeschichte als führendes Ofenbauunternehmen auf einem hohen technischen Niveau. In den 18 Jahren der Tätigkeit von Friedrich-Wilhelm Wentrot als Geschäftsführer verdreifachte sich der Umsatz des Unternehmens und mit 530 Mitarbeitern verdoppelte sich nahezu die Zahl der Mitarbeiter. Am Montagabend vergangener Woche wurde Wentrot im Rahmen einer Feierstunde gebührend verabschiedet. Er selbst übergab den Führungsstab danach an Timm Grotheer, den neuen Geschäftsführer von Nabertherm. Bevor Friedrich-Wilhelm Wentrot sein Amt an seinen Nachfolger Timm Grotheer, den ehemaligen Geschäftsführer der Lürssen Werft in Vegesack, übergab, würdigten die geladenen Gäste aus Politik und Wirtschaft die jahrelange kontinuierliche Arbeit des scheidenden Geschäftsführers. Mit insgesamt 15 Mitarbeitern habe das heute international agierende Unternehmen im Bereich der Industrieöfen gestartet, verdeutlichte der Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, die stetige Entwicklung der Firma. In den letzten 18 Jahren sei es der Beständigkeit des Geschäftsführers Wentrot zu verdanken gewesen, dass sich die Umsatzzahlen und die steigende Zahl der zum Teil langjährigen Mitarbeiter so positiv entwickelten, betonte der Landrat. Auch der Aufsichtsratsvorsitzende Martin Naber sowie die stellvertretende Bürgermeisterin Monica Röhr würdigten die zielorientierte und kontinuierliche Arbeit des Geschäftsführers Wentrot. Monica Röhr hob hervor, dass Friedrich-Wilhelm Wentrot vor allem die „Nähe, das Entgegenkommen und die Wärme“ gelebt habe, die die Basis für das Zusammenwachsen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ofenherstellers Nabertherm zu einer großen Familie gewesen sei. Großes Lob in diese Richtung sprach ebenfalls die Betriebsratsvorsitzende, Antje Müller, an Wentrot aus. Er habe selbst in den Jahren der Finanzkrise vor zehn Jahren dafür gesorgt, dass kein Personal entlassen worden sei. Eine langfristige Stabilität sei dem Geschäftsführer immer wichtiger gewesen als kurzfristige Gewinne. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten sich nie Sorgen um ihre Arbeitsplätze machen. Wentrot habe sich immer als Trainer einer Mannschaft gesehen, immer in der Champions League gespielt und er habe nie hinter einer verschlossenen Bürotür agiert. Die Reden waren voll des Lobes in dieser feierlichen Runde in der großen Produktionshalle von Nabertherm. Friedrich-Wilhelm Wentrot sprach auch selbst an diesem Abend, fasste sich aber kurz. Einen wichtigen Satz sagte er zum Schluss seiner Rede, bevor er die Geschäftsführung an Timm Grotheer übergab: „Ich konnte mich immer verwirklichen. Wenn ich das nicht konnte, habe ich die Firma gewechselt. Ich habe Arbeitsplätze geschaffen und sie erhalten!“, verriet er ganz ohne „Starallüren“ sein ganz persönliches Erfolgsrezept, mit dem er seine Mitarbeiter begeisterte und ein ganzes Unternehmen auf Erfolg programmierte. Nun will der in seiner Freizeit leidenschaftliche Fußballspieler und musikalisch aktive Geschäftsführer seinen Ruhestand mit seiner Familie verbringen. „Ich habe inzwischen zwei Enkelkinder“, sagte er stolz. Sein musikalisches Können bewies Fridrich Wilhelm Wentrot am Abend der Verabschiedung bei Nabertherm auch noch. Kurzerhand stellte er sich mit der Gitarre an das Mikrofon zur Firmenband. Gemeinsam spielten sie den Nabertherm Song: Naber Du, nur Du, bist der Platz wo ich hingehör…“. Wentrot schrieb Firmengeschichte, er suchte sogar seinen Nachfolger Timm Grotheer selbst als neuen Geschäftsführer aus. Letzterer würdigte die Arbeit seines Vorgängers, überreichte ihm die Miniaturausgabe eines Industrieofens als Geschenk und versprach mit der ihm übertragenen Verantwortung und dem ihm geschenkten Vertrauen das Unternehmen Nabertherm weiterzuentwickeln.



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