CDU gegen Autoposer
Osterholz-Scharmbeck. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Osterholz-Scharmbeck will stärker gegen Autoposing, nächtliches Rasen und damit verbundene Lärmbelästigungen im Stadtgebiet vorgehen. Fraktionsmitglied Marie Jordan hat dazu im Namen der CDU beantragt, das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung zu setzen.
Nach dem Antrag soll die Verwaltung beauftragt werden, unverzüglich Gespräche mit dem Landkreis Osterholz, der Polizei und weiteren zuständigen Stellen aufzunehmen. Ziel sei es, gemeinsame Maßnahmen gegen Autoposer, nächtliche Geschwindigkeitsverstöße und die daraus entstehenden Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner zu entwickeln. Nach der Sommerpause soll die Verwaltung dem zuständigen Fachausschuss über die Ergebnisse berichten und ein Maßnahmenkonzept vorlegen.
Mehrere Straßen im Fokus
Besonders betrachtet werden sollen nach dem Willen der CDU die Bremer Straße, Bördestraße, Bahnhofstraße, Ritterhuder Straße und Loger Straße. Aus diesen Bereichen gebe es nach Angaben der Fraktion seit längerer Zeit Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern. Sie berichteten von Fahrzeugen, die vor allem in den Abend- und Nachtstunden mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch das Stadtgebiet fahren.
In dem Antrag ist von regelmäßigen erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen die Rede. Teilweise sollen Fahrzeuge mit 80 bis 100 Kilometern pro Stunde unterwegs sein. Hinzu kämen starkes Beschleunigen, unnötige Lärmentwicklung und wiederholte Fahrten über dieselben Strecken.
Belastung für Anwohner
Die CDU sieht darin nicht nur eine erhebliche Beeinträchtigung der Nachtruhe, sondern auch ein Sicherheitsproblem. Die Fahrweise mindere das Sicherheitsgefühl der Anwohnerinnen und Anwohner und gefährde andere Verkehrsteilnehmer, heißt es zur Begründung des Antrags.
Da Geschwindigkeitskontrollen in die Zuständigkeit des Landkreises fallen und die Polizei über Erfahrungen im Umgang mit Autoposing verfüge, hält die CDU ein abgestimmtes Vorgehen aller beteiligten Behörden für notwendig. Die Stadt könne das Problem nicht allein lösen, solle aber die Initiative für eine gemeinsame Strategie ergreifen.
Blick nach Bremen
Zur Begründung verweist die Fraktion auch auf Bremen, wo aktuell verstärkt gegen Autoposing und nächtliche Raserei vorgegangen werde. Es sei nicht auszuschließen, dass sich entsprechende Aktivitäten dadurch stärker ins Umland verlagerten. Osterholz-Scharmbeck solle einer solchen Entwicklung frühzeitig begegnen und gemeinsam mit den zuständigen Behörden geeignete Maßnahmen erarbeiten.

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