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Luisa Mersmann

Brückenbau und Ortsumgehung

Die Interessengemeinschaft Ritterhuder Betriebe e. V. hat bei ihrer Mitgliederversammlung nicht nur neu gewählt, sondern auch bürgerrelevante Themen besprochen.

Ritterhude. Die Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft Ritterhuder Betriebe e. V. (IRB) im Hotel Restaurant Jägerstube war gut besucht. Mehr als 20 Mitglieder waren vor Ort, um mit der ersten Vorsitzenden Simone Schröter über das vergangene Jahr, anstehende Veranstaltungen und wichtige Projekte zu sprechen.

Zunächst teilte Schröter mit, dass die IRB im vergangenen Jahr um insgesamt sieben Mitglieder gewachsen sei. Es gab 13 Ein- und sechs Austritte.

 

Wahlen

 

Nach dem Bericht des Kassenprüfers standen dann die Neuwahlen an. In diesem Jahr mussten jedoch nur zwei Ämter gewählt werden. Als erstes wurde Marlene Baake vom Kreativstudio, ehemals MVB Design, zur neuen Kassenprüferin gewählt. Paul Justus Reese von der H3 Entwicklungsgesellschaft GmbH fungierte bereits seit einem Jahr als Verstärkung im Bereich Marketing für den Vorstand. Jetzt wurde er für zwei Jahre wiedergewählt. Beide wurden einstimmig gewählt.

 

Neubau Schlossbrücke

 

Ein Thema, dass die Gemeinde Ritterhude derzeit beschäftigt, ist der Neubau der Schlossbrücke und der Dammbrücke. Die Schlossbrücke muss abgerissen und neugebaut werden. Der Vorgang wird etwa zwei Jahre in Anspruche nehmen. Eigentlich sollte der Abriss bereits im Januar erfolgen, doch die Deutsche Bahn musste Gleisarbeiten durchführen, bei denen der Bahnübergang gesperrt werden sollte. Zwei Sperrungen seien nicht tragbar gewesen. Im letzten Augenblick sagt die Deutsche Bahn ihre Arbeiten ab.

Jetzt muss der Abriss schnellstmöglich erfolgen und der Zeitpunkt sei nicht weiter ausdehnbar, erklärte Schröter. Am Montag, 3. Juni, um 19 Uhr wird es einen öffentlichen Informationsabend zum Thema Brückenneubau im Hammforum geben. Dort sollen auch die geplanten Umleitungen präsentiert werden. Eine wird die Dammbrücke sein. Doch auch diese Brücke ist bereits leicht marode und muss direkt nach der Schlossbrücke neugebaut werden. Deshalb ist die Dammbrücke auch nur für Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen ausgelegt, was es für Trecker und Lkw schwierig macht.

 

B74 neu

 

Ein weiteres Thema, dass bei der Mitgliederversammlung für viel Kopfschütteln sorgte, war die Ortsumgehung B74 neu.

Die ersten Ideen zur Entlastung der B74 kamen bereits in den 1980er Jahren auf. Nach vielem Hin und Her begann dann 2021 die Vorplanung und die Umgehung wurde im Bundesverkehrswegeplan 2030 in den „vordringlichen Bedarf“ eingestuft. Die Frage, die sich jedoch bei allen stellt, wenn die B74 entlastet werden soll: Wo wird die neue Straße gebaut?

Zwei Varianten haben sich bisher durchgesetzt. Zum einen gibt es die Westvariante, die u.a. durch Lesumstotel und Werschenrege führen soll. Das Problem sei jedoch, dass die dortigen Wohngebiete nicht nur in unmittelbarer Nähe zu der neuen Straße lägen, sondern einige Häuser sogar abgerissen werden müssten. Zum anderen gibt es die Ostvariante. Diese würde an die Ritterhuder Heerstraße anknüpfen. Zwar stehen dort keine Häuser, doch das Gebiet ist von der Natur geprägt. Zurzeit werden deshalb umweltfachliche Untersuchungen durchgeführt. Fest steht, dass bei der Ostvariante wohl eine Brücke über die Hamme und ein Tunnel unter die Bahnschienen gebaut werden müssten. Viel Aufwand für eine Straße. Wie es weiter geht, bleibt abzuwarten.

 

Charity-Event

 

Unter den für dieses Jahr geplanten Veranstaltungen ist auch eine Spendengala dabei. Sie steht unter dem Motto: „Drei Engel für Charity und wird von drei Unternehmerinnen organisiert. Eine von ihnen ist die Immobilienmaklerin Isabel Gerlach von FINGAS Immobilen. Bei der Spendengala am Freitag, 21. Juni, um 18 Uhr im Ritterhuder Rathaus soll Geld für das Jugendhaus in Ritterhude gesammelt werden. Es wird aktuell saniert und ist auf Unterstützung angewiesen. Karten für das Event gibt es unter charity-engel.de/ticktes-checkout.


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