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„Bonus darf Pflegebranche nicht spalten“

Niedersachsen (eb). Der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen begrüßt die Aufstockung der Corona-Prämie durch die Bundesländer, warnt aber vor einer Bevorzugung Einzelner.

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Friedrich Stubbe.  Foto: eb

Friedrich Stubbe. Foto: eb

„Endlich kommt Licht ins Dunkel: Der Bonus für Pflegekräfte ist beschlossen und die Finanzierung wird nicht – wie zunächst angedacht – auf die Arbeitgeber abgewälzt“, zeigt sich VdK-Landesvorsitzender Friedrich Stubbe zufrieden. Wer bestellt, müsse auch die Rechnung begleichen, heißt es vom VdK. Dass Niedersachsen und Bremen die Sonderleistung auf 1500 Euro aufstocken, hält der Verband für eine gute Lösung. Denn die Beschäftigten dürften nicht darunter leiden, wenn sich ihre Arbeitgeber die Erhöhung des Bonus nicht leisten könnten oder wollten.
Dass die Pflege durch den Bonus mehr Wertschätzung erfahre, sei ein wichtiger Schritt. Allerdings herrscht beim VdK Unverständnis über die Ungleichbehandlung der verschiedenen Berufsgruppen: „Durch die Bevorzugung der Altenpfleger wird die Pflegebranche in zwei Lager gespalten – das ist nicht akzeptabel! Wenn Pflege-Bonus, dann für alle Pflegekräfte gleichermaßen“, fordert VdK-Chef Stubbe. Hier dürfe kein Unterschied gemacht werden zwischen Alten-, Kranken- oder auch Behindertenpflege. Es brauche unbedingt eine einheitliche Vorgehensweise, sonst ergebe sich schnell eine Schieflage in der Pflegebranche.
Langfristig dürfe sich die Regierung auch nicht auf dem einmal gezahlten Pflege-Bonus ausruhen. Vielmehr müssten weitere gesetzgeberische Maßnahmen folgen, wie eine bessere Bezahlung durch Tarifverträge, mahnt der VdK Niedersachsen-Bremen.


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