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Azubis und Fachschüler begrüßt

Die Kreishandwerkerschaft hat mit den Berufsbildenden Schulen (BBS) die neuen Auszubildenden und Berufsfachschülerinnen und Berufsfachschüler mit einem Welcome-Grillen herzlich begrüßt.

 

Dr. Jan-Peter Halwes (Kreishandwerkerschaft) und Timm Helmke (BBS) begrüßten die neuen Azubis und Fachschüler.

Dr. Jan-Peter Halwes (Kreishandwerkerschaft) und Timm Helmke (BBS) begrüßten die neuen Azubis und Fachschüler.

Bild: Ek

Osterholz-Scharmbeck. Zirka 230 junge Menschen, die gerade ihre Ausbildung in einem handwerklichen Beruf oder die Berufsfachschule begonnen hatten, waren eingeladen in die Kfz-Halle der BBS, wo sie mit Bratwurst und Softdrinks von einem der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Elbe-Weser, Dr. Jan-Peter Halwes und dem Abteilungsleiter für Handwerk und Technik an den BBS Studiendirektor Timm Helmke mit kurzen Begrüßungsworten willkommen geheißen wurden. Auch die Ausbilder der Ausbildungsbetriebe, Obermeister Lehrlingswarte, sowie die Lehrerinnen und Lehrer der Berufsfachschulen begleiteten ihre neuen Schützlinge.

 

„Ihr seid die Zukunft für das Handwerk“

„Wir betreuen hier in der Region die Handwerksrolle“, stellte Dr. Halwes die Kreishandwerkerschaft Elbe-Weser kurz vor. „Heute ist ein großer Tag für euch persönlich. Ihr habt euch entschieden für das Handwerk hier in der Region – darauf sind wir stolz.“ Es war für Dr. Halwes ein schöner Anblick, so viele junge Menschen in der Kfz-Halle stehen zu sehen: „Ihr seid hier die Zukunft für das Handwerk. Wir brauchen noch ganz viele von euch. Wir haben wirklich viele Ausbildungsplätze“, warb er. „Das Tolle im Handwerk ist eben, dass der Kollege Computer hilft, aber KI ersetzt ganz sicher nicht die Handwerksberufe. Das ist eine sichere Sache für euch.“ Azubis und Fachschülerinnen und Fachschüler aus den Innungen Friseur, Elektro, Metallbau, Dachdecker, Zimmerer, Tischler, Maler und Lackierer, Heizung, Klima, Sanitär, aber auch der Bäcker, Fleischer, der Baugewerke und Gebäudetechnik und natürlich Kfz waren zum Welcome-Grillen erschienen. Für sie sei der Start ins Berufsleben eine riesige Umstellung. „Aber ihr werdet am Ende des Tages sehen, was ihr geschaffen habt.“ Dr. Halwes gab den jungen Menschen den Tipp mit, den Ausbilderinnen und Ausbildern ein Loch in den Bauch zu fragen. „Ihr dürft alle Fragen stellen – niemand erwartet von euch, dass ihr alles sofort versteht und die Fachbegriffe alle kennt, oder wisst, wie das alles geht.“ Er ermutigte die jungen Leute, auch Fehler zu machen. „Handwerk ist eine riesige Familie. Fragt sie, wie es mit einer Ausbildung ist oder fragt sie, wenn es Probleme gibt. Haut nicht gleich in den Sack. Es gibt viele Möglichkeiten zur Lösung.“ Ansonsten freute er sich auf ein Wiedersehen in drei Jahren, wenn die heutigen Lehrlinge in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck freigesprochen würden.

 

Aus Selsingen nach Osterholz-Scharmbeck

Die Realität der Azubis war tatsächlich ein bisschen weniger blumig als in den Worten des Kreishandwerkergeschäftsführers. Während Colin als Elektriker-Azubi zufrieden war, war Devon mit seinem ursprünglichen Wunsch, Kfz-Mechatroniker zu werden, nicht beglückt worden. „Ich habe einen Platz in der Gebäudetechnik“, sagte er und schien aber auch damit ganz zufrieden. Leander und Lee sind nun Schüler für Fachinformatik an der BBS. „30 Bewerbungen für Systeminformatik haben nicht gereicht“, sagte Leander. So dreht er nun die Runde in der Fachschule. Und Lee möchte sowieso lieber Basketballprofi werden – solange geht er zur Fachschule. Jelle und Sophia sind ganz aus dem Rotenburger Landkreis hier. Sie mussten als Selsinger Bäckerlehrlinge in Osterholz-Scharmbeck eingeschult werden, denn die Zevener Berufsschule habe leider dicht gemacht. „Das bedeutet zwei Stunden öffentlicher Nahverkehr, bis wir hier sind.“ Da blieb einem der Spruch mit Lehrjahren und Herrenjahren mal im Hals stecken. Jason hatte es in jedem Fall besser: Der Osterholz-Scharmbecker hatte frühzeitig seine Bewerbung als Kfz-Mechatronik-Lehrling abgeschickt und wird nun bei Schmidt und Koch ausgebildet. „Ja, die Ausbildungsplätze für Kfz sind immer schnell voll“, wuste er. Seine Freude und Erleichterung versteckte er ein wenig und schaute sich den Trubel aus einer gewissen Entfernung an.


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