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ASO unterstützt Notfallseelsorge

Osterholz-Scharmbeck (eb/jm). Die Weihnachtsspende der Abfall-Service Osterholz GmbH (ASO) geht an die Notfallseelsorge des Kirchenkreises Osterholz. Die Einrichtung feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen.

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Pastor Hans Jürgen Bollmann leitet die Notfallseelsorgen im Kirchenkreis Osterholz.  Foto: Lars Schmitz-Eggen

Pastor Hans Jürgen Bollmann leitet die Notfallseelsorgen im Kirchenkreis Osterholz. Foto: Lars Schmitz-Eggen

Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger werden bei plötzlichen Todesfällen im häuslichen Umfeld, zum Überbringen von Todesnachrichten durch die Polizei, beim Tod eines Kindes bzw. schwer verletzten Kindern, bei Vermisstenfällen sowie nach tödlichen Unfällen, Bränden, Suiziden oder Gewaltverbrechen gerufen. Die Alarmierung erfolgt ausschließlich über Polizei, Rettungsdienst/Notarzt oder die Feuerwehr.
„Unsere Aufgabe ist es, Angehörige, Augenzeugen oder zum Beispiel auch die Verursacher tödlicher Unfälle in den ersten Stunden nach dem Ereignis zu betreuen“, erläutert Pastor Hans Jürgen Bollmann, Beauftragter für Notfallseelsorge der Ev.-luth. Landeskirche Hannover für den Sprengel Stade. Gemeinsam mit 16 hauptamtlichen Pastor:innen und acht Ehrenamtlichen bildet er das Team der Notfallseelsorge im Kirchenkreis.
„Wir begleiten Betroffene bei akuten Trauer- und Belastungsreaktionen, versuchen zu stabilisieren, zu orientieren und helfen dabei, eigene Ressourcen zu aktivieren. Die Notfallseelsorge orientiert sich immer am Bedarf des Gegenübers“, so Bollmann. Ziel der Notfallseelsorge sei es, einer möglichen seelischen Traumatisierung durch belastende Ereignisse und Verlusterfahrungen vorzubeugen.
Die Arbeit der Notfallseelsorge ist ökumenisch ausgerichtet. Wer mitarbeiten möchte, muss daher einer Kirche angehören, die zum Arbeitskreis Christlicher Kirchen gehört. Vielfach sind es Pfarrerinnen oder Pfarrer, aber auch ehrenamtliche Kräfte, die die Einsätze übernehmen. Neben einer
seelsorgerischen Grundausbildung durchlaufen alle Einsatzkräfte der Notfallseelsorge eine spezielle Schulung, um für die psychisch belastenden Ereignisse gerüstet zu sein.
Durchschnittlich dauern Einsätze der Notfallseelsorge zwischen einer und drei Stunden. In dieser Zeit gelingt es im Idealfall, dass Betroffene ihr soziales Netz aktivieren und eine Vertrauensperson eintrifft. Dies ist vielfach der Zeitpunkt, an dem sich der Notfallseelsorger bzw. die Notfallseelsorgerin verabschiedet. Je nach Wunsch kann dies mit einem Gebet oder einem Psalm verbunden werden. Häufig hinterlässt der Helfer zum Abschied Hinweise auf örtliche Trauercafés, Trauerbegleiter oder Selbsthilfegruppen, beispielsweise für trauernde Kinder.
Die Arbeit der Notfallseelsorge wird von der ASO mit 2.500 Euro unterstützt. Die Spende soll in weitere Ausrüstung wie Einsatzjacken, vor allem aber in die Aus- und Weiterbildung der Ehrenamtlichen investiert werden.


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