Luisa Mersmann

Blick auf das Jahr 2026

Bremervördes Bürgermeister Michael Hannebacher zieht eine ehrliche Zwischenbilanz, schaut nach vorn und erinnert daran, dass Stadtentwicklung nicht verordnet, sondern gemeinsam gemacht wird.
Bremervördes Bürgermeister Michael Hannebacher.

Bremervördes Bürgermeister Michael Hannebacher.

Bild: Eb

Bremervörde.

 

Wie blicken Sie auf das Jahr 2025? Positiv oder eher negativ?

Ich blicke grundsätzlich positiv auf Dinge. Nicht, weil ich realitätsfern oder naiv bin, sondern, weil ich aus Erfahrung weiß, dass dauerhaft negative Grundhaltungen zeitintensiv sind, die Erreichung wichtiger Ziele erheblich hemmen zugleich persönlich belastend wirken können – auch wenn eine kritische, skeptische Betrachtung von Entwicklungen und Abläufen in bestimmten Situationen durchaus ihre Berechtigung hat.

 

Welche Pläne gab es für das Jahr 2025 im Hinblick auf die Stadtentwicklung und Projekte?

Dauerthemen der Stadtentwicklung waren nicht nur für 2025 die wohnbaulichen Entwicklungen in Bremervörde, die Akquise von Flächen für gewerbliche Zwecke, Fortführung der innerstädtischen Straßensanierungsmaßnahmen, Weiterentwicklungen in den Ortschaften und bauliche sowie konzeptionelle Themen im Schulbereich rund um das Thema Ganztagsbetreuung. Daneben waren im vergangenen Jahr wichtige Einzelmaßnahmen die Sanierung der Brunnenstraße, der Start in erforderliche Anpassungen der innerstädtischen Bauleitplanung, um auch in Erdgeschosslagen eine Wohnnutzung zu ermöglichen, und der Bau der neuen Kindertagesstätte am Vörder See.

 

Konnten die Pläne und Ziele umgesetzt bzw. erreicht werden?

Zu großen Teilen konnten wesentliche Pläne und Ziele umgesetzt werden, einige mit etwas zeitlicher Verzögerung – und andere, das gehört zur Wahrheit dazu, bisher auch nicht. Als besonders schwierig stellt sich dabei die Gewerbeflächenakquise dar. In diesem Punkt wäre ich gerne weiter fortgeschritten.

 

Welche Pläne gibt es für das Jahr 2026?

Im Jahr 2026 werden einige der herauszuhebenden Maßnahmen die Inbetriebnahme der neuen KiTa am See, das Interessenbekundungsverfahren für den Rathausmarkt Nord, die Aufnahme des ersten Ganztagsschulbetriebes an den Bremervörder Grundschulen, der Fortgang der Maßnahmen in der Ortsmitte Iselersheim beginnend mit dem Turnhallenneubau, der Neubau der Feuerwehr in Nieder Ochtenhausen, die Aktivierung von Leerständen in der Innenstadt, der Beginn der Arbeiten für den Parkplatz im Sanierungsgebiet Innenstadt Süd und einige perspektivische Planungen in den Ortschaften sein.

 

Mit welcher Einstellung starten Sie in das Jahr 2026?

Ich gehe in das Jahr 2026, das 5. Jahr meiner Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Bremervörde, mit der unverändert motivierten Einstellung, laufende und neue Projekte im Sinne der Weiterentwicklung Bremervördes auch in den kommenden Jahren kontinuierlich und verlässlich fortzuführen.

Persönlich freue ich mich in diesem Jahr sehr auf das erste Metal-Lake-Festival und den mittlerweile 3. Oste-Triathlon am Vörder See – zwei ganz besondere Veranstaltung, die wieder überregionale Blitzlichter auf Bremervörde werfen werden.

 

Gibt es noch etwas, das Sie unseren Leserinnen und Lesern für das neue Jahr mit auf den Weg geben möchten?

Mein Wunsch oder meine Anregung für die Leserinnen und Leser – nicht nur – für das Jahr 2026 ist:

Schauen Sie nicht zu sehr auf die „große Politik“ in Land, Bund oder EU. Konzentrieren Sie Ihre Kraft und die Möglichkeiten lieber auf die (vielleicht) kleinen, aber so wichtigen Dingen und Stärken hier vor Ort: Ein friedliches und solidarisches Miteinander, den offenen und unterstützenden Blick auch für und auf andere. Seien Sie gerne kritisch, aber bringen Sie sich ein. Jede Bank, die repariert wird, jedes Fest, das wir gemeinsam auf die Beine stellen, jeder Verein, der Unterstützung bekommt, entsteht nicht in Berlin oder Hannover, sondern durch Menschen wie Sie. Wenn wir unseren Blick darauf richten, was auch jede/jeder Einzelne hier vor Ort bewegen kann, dann merken wir schnell: Die kleinen Schritte sind oft die, die unser Leben wirklich verbessern.

 

Vielen Dank für das Gespräch.


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