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Kultur braucht Kommunikation

Tandem-Verein kritisiert das Vorgehen des Kultur- und Heimatkreises in Bezug auf die Diskussion über eine neue Kulturstätte.

Bremervörde (eb). Auch der Verein TANDEM e.V. – soziale Teilhabe gestalten - sehe dringenden Handlungsbedarf in Sachen Kunst- und Kulturförderung in Bremervörde, und reagiert damit auf die Stellungnahme des Kultur- und Heimatkreises in Bezug auf die Einrichtung einer Kulturstätte im ehemaligen „OS-Würfel“ (der Anzeiger berichtete).

Ob allerdings der erhobene Vorwurf der schlechten oder fehlenden Kommunikation mit Verwaltung und Politik stimme, könne nicht beurteilt werden, da der TANDEM e.V. an dieser Stelle nicht involviert gewesen sei, so der Tandem-Vorsitzende Andreas von Glahn in einer Pressemitteilung.

Vor Jahren bereits und konkret am bevorstehenden Leerstand des sogenannten G&K Gebäudes orientiert, sei von Seiten des TANDEM e.V. die Forderung nach einer „Kultur- und Begegnungsstätte“ in der Kernstadt von Bremervörde zum Ausdruck gebracht worden.

 

Damals gemeinsam auf den Weg gemacht

 

Allerdings habe der TANDEM e.V. damals nicht alleine agiert, sondern sich den KUH als Interessens- und Kooperationspartner und auch die damalige Ortsbürgermeisterin mit ins Boot geholt. Gemeinsam habe man sich auf den Weg begeben, hier für die Stadt gemeinsam etwas zu bewegen.

Allerdings habe sich der KUH dann recht schnell alleine auf den Weg gemacht und nicht mehr mit allen Kunst- und Kulturschaffenden eine gemeinsame Stärke entwickelt, um dem Ziel näher zu kommen. Für den TANDEM e.V. sei klar, dass nur ein gemeinsames Handeln aller nennenswerten Akteure zum Erfolg führen könne und niemand einen Anspruch erheben oder suggerieren sollte, alleine für die Kultur und Kunst in Bremervörde sprechen zu könne.

Auch verweisen die Verantwortlichen darauf, dass stets Kooperationen in Bremervörde innovative und herausragende Kultur hervorgebracht hätten, Stichwort Horizonte Festival, Kultursommer oder die Festivalreihe „Zwischen den Stühlen“.

Stets sei auch der KuH eingeladen worden, in Kooperation bei neuen innovativen Ideen und Projekten gestaltend mitzuwirken, leider ohne großen Erfolg, mit wenigen Ausnahmen.

Auch seien mit der „Kulturbühne“ und dem „EIGENART –kunstraum“ durchaus zwei weit über die Region bekannte Veranstaltungsorte für Kunst und Kultur entstanden. Nationale und internationale Künstler seine voll des Lobes für diesen besonderen Veranstaltungsort und die Besucher lobten stets aufs Neue die „Wohnzimmerwohlfühlatmosphäre“ der Kulturbühne und die tolle Atmosphäre des EIGENART – kunstraum.

 

„KuH hat unsere Angebote bisher nicht angenommen“

 

Angebote, diese Veranstaltungsorte nutzen zu können seien bisher vonseiten des KuH nicht angenommen worden.

Dass Bremervörde von manch anderen Städten und Institutionen wegen seiner kulturellen Vielfalt beneidet werde wie der KUH richtig feststelle, liege an der besagten Vielfalt, in der die Angebote des KUH aber mit den von ihm genannten „zirka 40 Veranstaltungen“ auch nur einen Teil eines großen Ganzen darstellen würden.

Erfolgreiche Kulturarbeit und vor allem eine bessere Ausstattung und Aufstellung eben dieser in der Stadt bedürfe vor allem und zuallererst einer positiven Kommunikation und Zusammenarbeit der vor Ort aktiven Akteure. Wenn dies auf Augenhöhe miteinander gelinge, könnte auch auf verwaltungs- und politischer Ebene mit Sicherheit mehr für die Kulturarbeit gewonnen werden und kulturpolitische Verantwortung übernommen werden, so Andreas von Glahn.


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