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Käte Heins

Usedom ging in Lunestedt von Bord - Konzertabend der Shanty-Chöre aus Usedom und Loxstedt

Lunestedt. Dass hoch im Norden manchmal ein rauer Wind weht, ist den Sängern des Shanty-Chores Insel Usedom e.V. bekannt. Aber das es auf den Straßen jede Menge Baustellen geben kann, damit hatten sie nicht gerechnet.

„Es war eine Fahrt mit Hindernissen. Wir hatten zeitweise Bedenken, ob wir pünktlich in Lunestedt ankommen werden“, berichtete Chorleiterin Uschi Hallaschk.
Der Usedomer Inselchor war der Einladung des Loxstedter Shanty-Chores gefolgt und hatte sich früh morgens auf den Weg gemacht. Das Lunestedter Dorphuus war bis auf den letzten Platz besetzt.
Mit leckeren Fischbrötchen im Angebot und dem passenden Flair hatte sich das Dorphuusteam auf den Abend vorbereitet. Den rund 130 Besuchern wurde ein ausgezeichneter Konzertabend geboten. Die Usedomer Sänger hatten das Publikum sofort im Griff und sorgten für beste Stimmung. Die Loxstedter Shantys ließen sich vom Temperament der Gäste anstecken.
Für Norbert Braune, den ersten Vorsitzenden des Shanty-Chores Loxstedt ist die Freundschaft sehr wichtig. Die Zusammenarbeit ist eine Bereicherung, findet Chorleiterin Astrid Hanisch. „Beide Chöre singen mit dem Herzen“, bestätigt Uschi Hallaschk. Als ausgebildete Opernsängerin hat sie immer ein paar gute Tipps und Scherze im Notenkoffer dabei. „Bei uns an der Ostsee ist das Wasser immer da und geht nicht weg“, scherzte Chorleiterin Uschi Hallaschk. Für ihr Solo „Bora, Bora“ gab es anerkennenden Applaus vom Publikum.
„Wenn ich es nicht anders wüsste, könnte man meinen, jetzt singt Freddy Quinn“, sagte ein Zuschauer, als Manni Lehmann den Song „Die Gitarre und das Meer“ anstimmte.
Durch die verlängerte Anfahrt mussten die Usedomer wieder zeitig den Anker lichten und Abschied nehmen. Während die Loxstedter musikalisch weiter durch die Barentssee schipperten und die Geschichte der Sloop John B besangen. Z
Zum Schluss gab es noch eine Zugabe der besonderen Art. Mit „Sierra Madre del Sur“ setzte Hermann Kück, der Mann mit dem Hut, den glanzvollen Schlusspunkt. Es war eine Stimmung im Dorphuus, die man nicht beschreiben kann. „Wenn uns solche Veranstaltungen gelingen, dann wissen wir, dass sich unsere Arbeit gelohnt hat“, bestätigt Claus Götjen, Koordinator des Dorphuusteams.


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