Mareike Kerouche

Schwedensehnsucht am Vörder See Midsommar-Sängar-Konzert des Gemischten Chores

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Mit einem „Midsommar-Sängar“ Konzert schwedischer und deutscher Sommerlieder erfreute der Gemischte Chor Bremervörde mit Projektchorsängern und den Elmer Chören auf der Bremervörder Seebühne ihre Zuhörer.  Foto: im

Mit einem „Midsommar-Sängar“ Konzert schwedischer und deutscher Sommerlieder erfreute der Gemischte Chor Bremervörde mit Projektchorsängern und den Elmer Chören auf der Bremervörder Seebühne ihre Zuhörer. Foto: im

Bremervörde. Rote Holzhäuser, idyllische Landschaften, klare Seen, ausgelassene Mittsommerfeste in hellen Sommernächten, kaum ein Land weckt so viele romantische Gefühle wie Schweden, die Heimat von Pipi Langstrumpf, Michel von Lönneberga oder den Kindern aus Bullerbü.
Auch der Gemischte Chor Bremervörde mit seinen Projektsängern sowie den Elmer Chören widmeten sich in diesem Jahr dem nordischen Sehnsuchtsland in den höchsten und tiefsten Tönen.
Ein Jahr haben die Chormitglieder an dem „Midsommar-Sängar“ Konzert geprobt. „Die Sprache war eine echte Hürde“, gesteht Irma Mahler, zweite Vorsitzende des Gemischten Chores. Doch das Ergebnis konnte sich hören und sehen lassen. Rund 200 Besucher folgten der Einladung auf die Bremervörder Seebühne.
60 Sänger/innen in den schwedischen Nationalfarben blau und gelb gekleidet, manche der Frauen hatten auch Blumenkränze ins Haar gebunden, sangen in schwedischen und deutschen Sommerliedern von lieblichen Landschaften, blühenden Tälern, Booten, die in der Sonne auf Seen schaukeln und fröhlichen Menschen, die den kurzen Sommer im hohen Norden in vollen Zügen genießen.
Ein warmer Sommerabend am Vörder See bildete die gelungene Hintergrundkulisse. Die Stimmung war heiter und gelöst. Chorleiter und Moderator Dr. Hans-Martin Kallenberger übersetzte die schwedischen Volkslieder. So handelte „Der Vattenkanon“ von dem Kreislauf des Wassers. Heiteres und warmes Sommergefühl löste es bei dem Publikum aus, das auch nicht mit Applaus sparte.
Zwischen der schwedischen Folklore reihten sich unter anderem Volkslieder des Heidedichters Hermann Löns ein. Aber auch Instrumentalstücke mit Jutta Kramer am Klavier, Christina Künzel mit der „Säckpipa“ (ein schwedischer Dudelsack) und Sulamith Bowinkelmann mit der „Nyckelharpa“ (eine schwedische Fiedel mit Tasten und Bogen), sorgten für ein besonderes Klangerlebnis.
Vor der wohlverdienten Pause lud Kallenberger das Publikum zum Mitsingen ein. Titel: „Wie schön ist es im Freien“. Bereits binnen kürzester Zeit ging das Volkslied den Konzertbesuchern flott über die Lippen. So bestens instruiert, erklang es aus allen Kehlen und mündete sogar in einen Kanon, bei dem dem männlichen Publikum eine tragende Rolle zukam.
Weiter ging die musikalische Reise auf der Suche nach den schönsten und besten Mädchen, die nur in Smäland zu finden sind, mit dem Mut mach Lied „Flickorna i Smäland“.
Nach rund zweieinhalb Stunden bester schwedischer und deutscher Folklore verabschiedete sich die Chorgemeinschaft mit Schwedens Exportschlager ABBA und dem Song „Thank you for the music“ in den späten Abend. Freunde und Besucher des Chorgesangs kamen voll auf ihre Kosten.


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