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Mareike Kerouche

Pflegeheim mit familiärer Umgebung - Grundmann informiert sich in der Seniorenwohnanlage Gnarrenburg

Gnarrenburg (eb). Kürzlich besuchte der Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann auf seiner Sommertour die Seniorenwohnanlage von Heinz und Petra Ukena in Gnarrenburg. Vertreter des Gemeinderats Gerd Sannmann, Roland Caille und Johann Steffens begleiteten ihn.
Oliver Grundmann (l.) besuchte die Seniorenwohnlage von Heinz und Petra Ukena in Ganrrenburg.
 Foto: eb

Oliver Grundmann (l.) besuchte die Seniorenwohnlage von Heinz und Petra Ukena in Ganrrenburg. Foto: eb

Es ist rührend wie sich die Pflegekräfte hier um die ältere Generation kümmern, ihnen Wünsche von den Lippen lesen und einen generationsübergreifenden Dialog anregen“, freute sich der Abgeordnete. Das gute Klima führte er auf die kompetente Heimleitung zurück: „Wie eine Familie gebt ihr ein Zuhause.“
Das Ehepaar Petra und Heinz Ukena führte die kleine Gruppe durch das Haus und machte zuerst Station an der Übersichttafel mit den 70 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen: „Das ist der Grund, warum wir so gut sind“, erklärte Petra Ukena stolz. Bisher gäbe es nur eine offene Stelle. Das Haus sei ansonsten mit Personal gedeckt. Allerdings sorge sie sich um die Zukunft. Grundmann fügte hier ein, dass Pflegekräfte aus Nicht-EU-Ländern mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz bald einfacher und schneller zum Arbeiten oder zur Ausbildung nach Deutschland kommen könnten.
Dies sei nur zu begrüßen, erklärte Heinz Ukena: „Wir klauen uns gegenseitig das Personal. Das muss aufhören.“ Die Gesellschaft müsse aber endlich einsehen, dass Pflege einen Preis habe, so Ukena. Die Bewohner bekämen hier ein gutes Angebot: von Hilfestellungen im Alltag, einem umfassenden Freizeitprogramm, Physio- und Ergotherapie bis zur professionellen Demenzbetreuung.
Die Einrichtung verfüge über 72 Plätze. Petra Ukena erklärte: „Die Gesellschaft wird älter und vielfältiger, die Zahl der Pflegebedürftigen steigt kontinuierlich an.“ In naher Zukunft sollen daher zusätzlich auf der grünen Wiese nebenan „Wohnungen mit Service“ entstehen. Ihr sei es dabei ein Anliegen auch weiterhin für die ländliche Region ein bezahlbares Pflegeangebot anzubieten. Viele der Pflegedürftigen kämen aus der nahen Umgebung und haben auch dort ihre Angehörigen.
Was dem Ehepaar Ukena besonders störe, sei das Schlechtreden der Branche in der Öffentlichkeit. So sei es schwer, junge Menschen für die Pflege zu begeistern. Der Fachkräftemangel verstärke sich dadurch in Deutschland umso mehr. „Um die Attraktivität der Altenpflege zu steigern, müssen wir dafür sorgen, dass der Beruf mehr Wertschätzung erfährt. Es ist schließlich das schönste auf der Welt, Menschen zu helfen“, so Petra Ukena.
Zum Schluss bedankte sich Grundmann bei den Ukenas für die Ideen und Anregungen, die er mit nach Berlin nehmen werde.


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