

Bremervörde. Der Bremervörder Ortsverein vom Kinderschutzbund hatte erneut die Schauspielerin Petra Jaeschke vom Thetaer Pina Luftikus aus Oberndorf eingeladen. Jaeschke kam mit ihrem jüngsten Stück „Dornröschen“ in die Ostestadt.
Im Vorfeld konnten sich die Kindergärten zu verschiedenen Terminen anmelden. So kam es zu mehreren Aufführungen, von denen auch eine explizit für die Öffentlichkeit vorgesehen war. Als eine Kita-Gruppe hitzebedingt absagte, ergab es sich spontan, dass die Seniorenheime der nahen Umgebung einsprangen und so plötzlich Jung und Alt gemeinsam im Publikum saßen.
Nachhaltiges Equipment
Das Theater hatte viele weitere „Darsteller“ aus dem Nähkasten mitgebracht, die alle ihre individuellen Märchenaufgaben hatten: Nähgarnrollen, Wollknäuel, Stricknadeln, Knöpfe, Dreieckstuch und gestickte Decken wurden zu Königspaar und Dornröschen, zu Köchen, Soldaten und Prinzen, zu Rosen, Dornhecken oder Esstellern. Die Spindel, die eine besonders tragische Rolle in dem Märchen spielt, wurde den Kindern sehr liebevoll vorgestellt. Was für die Kleineren gegebenenfalls eine neue Erfahrung war, rief bei den Senioren immer wieder Erinnerungen wach – schließlich konnte so manche Oma mit der Spindel umgehen. Dass fast alle Utensilien schon von der Oma der Schauspielerin Jaeschke stammten, brachte zudem eine besonders nachhaltige Note ins Spiel. Als krönender Abschluss bekam ein Geburtstagskind ein Ständchen unter Anleitung einer Seniorin, die auch zufällig ihre Mundharmonika dabeihatte. So wurde, was spontan entstand, noch ein Mehr-Generationen-Event.


