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Förderung bleibt im Mittelpunkt

Landkreis und Lebenshilfe stellen die Weichen für die Zukunft der Helga-Leinung-Schule. Ziel ist es, Förderung, Bildung und Betreuung für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung langfristig zu sichern.

 

(v. l.) Volker Wahlers, Marco Prietz und Sylvia Mehrkens-Bartsch freuen sich über die Vereinbarung.

(v. l.) Volker Wahlers, Marco Prietz und Sylvia Mehrkens-Bartsch freuen sich über die Vereinbarung.

Bild: Eb

Bremervörde. Der Landkreis Rotenburg (Wümme) und die Lebenshilfe Bremervörde/Zeven gGmbH wollen die Zukunft der Helga-Leinung-Schule gemeinsam weiterentwickeln. Beide Seiten haben dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel ist die geplante Umwandlung der bisherigen Tagesbildungsstätte in eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung.

Hintergrund sind Änderungen des Niedersächsischen Schulgesetzes, die eine Neuausrichtung der Tagesbildungsstätte erforderlich machen. Die bisherigen Bildungs-, Förder- und Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung sollen langfristig gesichert und an die neuen rechtlichen Vorgaben angepasst werden.

Landrat Marco Prietz betonte, dem Landkreis liege die bestmögliche Entwicklung aller Schülerinnen und Schüler am Herzen. „Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen benötigen dabei eine besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge“, so der Landrat. Deshalb begleite der Landkreis den Prozess positiv und konstruktiv.

Die Lebenshilfe begrüßte die neue gesetzliche Struktur grundsätzlich, sieht aber weitere offenen Fragen. Unsicherheiten gebe es aus Sicht der Träger unter anderem bei der Anerkennung und Finanzierung multiprofessioneller Teams, bei der personellen Ausstattung und bei der dauerhaften Sicherung fachlicher Standards. Hier erwartete die Lebenshilfe verlässliche Lösungen des Landes Niedersachsen. Geschäftsführer der Lebenshilfe Volker Wahlers erklärte: „Die Veränderungen im niedersächsischen Schulwesen stellen uns vor neue Aufgaben. Gemeinsam mit dem Landkreis wollen wir diesen Prozess aktiv gestalten und dafür sorgen, dass das ganzheitliche Angebot der Förderung und Bildung unserer Schülerinnen und Schüler nicht nur erhalten bleibt, sondern auch künftig weiterentwickelt werden kann.“ Schulleiterin Sylvia Mehrkens-Bartsch hob hervor, im Mittelpunkt stünden individuelle Förderung, Verlässlichkeit und Geborgenheit für die Schülerinnen und Schüler.

Die Absichtserklärung beschreibt Leitlinien für den weiteren Weg. Dazu zählen ein schulpädagogisches Qualitätskonzept, die Sicherung fachlicher Standards sowie verlässliche Rahmenbedingungen für Personal, Finanzierung und ergänzende Unterstützungsangebote. Auch Schülerbeförderung und Ferienbetreuung sollen frühzeitig berücksichtigt werden, um den Familien Planungssicherheit zu geben.


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