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My Time-Betreiber laden Mohrmann und Prietz zum Gespräch

Bremervörde (eb/jm). Die Betreiber des My Time Fitness-Studios in Bremervörde haben den Landtagsabgeordneten Dr. Marco Mohrmann sowie den Landratskandidaten Marco Prietz zu einem Gespräch vor Ort eingeladen, um auf die schwierige Situation der Branche aufmerksam zu machen.

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Von links: Dr. Marco Mohrmann, Marco Prietz, Ute Wienberg und Benjamin Ruf im My Time Fitnessstudio in Bremervörde.  Foto: eb

Von links: Dr. Marco Mohrmann, Marco Prietz, Ute Wienberg und Benjamin Ruf im My Time Fitnessstudio in Bremervörde. Foto: eb

Im Gespräch machten der geschäftsführende Gesellschafter Benjamin Ruf und die Rehasport-Leiterin Ute Wienberg auf die dramatischen Auswirkungen der Schließung aufmerksam und argumentierten für eine möglichst rasche Wiederöffnung der Fitness-Branche bundesweit. Besonders schwierig ist die Situation für die My Time Fitness deshalb, weil sie das frühere „Charisma“ erst zum 1. Januar 2020 übernommen und in den Folgemonaten zahlreiche Renovierungsarbeiten vorgenommen hat.
 
Neujahrsgeschäft fällt aus
 
„Unsere Mitglieder waren im ersten Lockdown im April 2020 sehr verständnisvoll“, berichtete Benjamin Ruf. Mittlerweile seien viele jedoch verunsichert aufgrund der Länge des Lockdowns und angesichts der Berichte über Wirtschaftshilfen des Bundes, die vielfach tatsächlich bisher kaum in den Unternehmen angekommen seien. „Hinzu kommt, dass wir durch die Schließung keine neuen Mitglieder gewinnen können“, so Ruf. Dies sei gerade jetzt besonders bitter, da traditionell die Zeit nach dem Jahreswechsel von vielen Menschen genutzt werden, um sich der Gesundheit und sportlichen Zielen zu widmen. Ärgerlich sei, dass offenbar mitunter bei Politik und Öffentlichkeit noch die falsche Annahme verbreitet sei, wonach es sich bei Fitness-Studios um reine „Muckibuden“ handle.
 
„Es geht um gesundes Leben“
 
„Tatsächlich geht es den allermeisten Mitgliedern um eine gesunde Lebensweise und den Erhalt ihrer Lebensqualität durch gezieltes Training der Muskulatur. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist Vermeidung oder Linderung von körperlichen Beschwerden, den sogenannten Volkskrankheiten“, berichtete Ute Wienberg. Für viele Kursteilnehmer und Mitglieder sei die aktuelle Schließung mit unmittelbaren gesundheitlichen Problemen und nicht selten auch Schmerzen verbunden. „Es tut weh, den Menschen gerade nicht helfen zu können“, erzählte Wienberg. Dabei sei doch gerade der Schutz der Gesundheit das Hauptmotiv bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Ausnahmen gibt es auf Rezept, beispielsweise für Menschen mit Herzerkrankungen, die unter ärztlicher Aufsicht Kurse machen können. Allgemein sei es das Ziel des Fitness-Studios verstärkt im Bereich des Reha-Sports von jung bis alt passende Angebote unterbreiten zu können.
 
„Stufenplan zeigt Perspektiven“
 
Der Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Marco Mohrmann zeigte Verständnis für die Ängste und Sichtweisen der Sportbegeisterten. „Diese Zeit ist für alle Branchen schwer, die ihre Dienstleistungen nicht anbieten können und eine Belastung für jeden, der Gewohntes nicht in Anspruch nehmen kann. Besonders problematisch ist im Fall der Fitness-Studios der gesundheitliche Aspekt“, betont Mohrmann. Der vom Land Niedersachsen entwickelte Sechs-Stufen-Plan für schrittweise Öffnungen zeige jedoch Perspektiven auf. So sollen nach den bisherigen Vorstellungen der Landesregierungen bei einer stabilen Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche die Fitness-Studios unter hohen Hygiene-Vorgaben wieder öffnen dürfen. „Dieses Ziel ist in Niedersachsen in greifbarer Nähe“, so Mohrmann.
 
Prietz zuversichtlich
 
Der CDU-Fraktionschef im Rotenburger Kreistag und Landratskandidat Marco Prietz ergänzte, dass dieser Schwellenwert im Landkreis Rotenburg (Wümme) bereits klar unterschritten sei. „Umso mehr verstehe ich den Wunsch tausender Menschen in unserem Landkreis, endlich wieder ihr Fitness-Studio besuchen zu können“, erklärte Prietz. Schließlich hätten die Einrichtungen Kreativität, Zeit und Geld in clevere Hygienekonzepte investiert, die ein möglichst sicheres Trainieren zulassen. „Es braucht jetzt noch ein wenig Geduld, dann geht es wieder los“, zeigte sich Prietz zuversichtlich. Ein baldiger Start sei bei Fortsetzung des positiven Trends und Umsetzung des Stufenplans zu erwarten.


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