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Landkreis läuft auf Sparflamme

Landkreis (eb). Um eine Gasmangel-Lage und die steigenden Energiekosten im Winter abzufedern, hat die Landkreisverwaltung hat einen vierphasigen Maßnahmenplan entwickelt
Die Sommerzeit wird genutzt, um Maßnahmen zur Energieeinsparung in den Gebäuden des Landkreises vorzubereiten.

Die Sommerzeit wird genutzt, um Maßnahmen zur Energieeinsparung in den Gebäuden des Landkreises vorzubereiten.

„Die Folgen des Kriegs in der Ukraine sind erheblich. Bereits jetzt müssen alle Verbraucher mit steigenden Benzin- und Lebensmittelpreisen umgehen. In den nächsten Monaten werden die Energiekosten weiter steigen, im schlimmsten Fall steht nicht genug Gas zur Verfügung. Wir haben uns in der Verwaltung in den letzten Wochen intensiv mit diesem Thema beschäftigt und einen Maßnahmenplan entwickelt, der verschiedene Schritte umfasst. Damit tragen auch wir einen Teil dazu bei, Energie einzusparen und gleichzeitig den Anstieg der Kosten im Sinne der Steuerzahler etwas abzubremsen“, erläutert Landrat Marco Prietz.
Die einzelnen Phasen
 
Phase 1
Die Sommerzeit wird genutzt, um Maßnahmen zur Energieeinsparung in den Gebäuden des Landkreises vorzubereiten. Heizungsanlagen sind während dieser Zeit ohnehin außer Betrieb und werden erst so spät wie möglich wieder in Betrieb genommen. Bereits jetzt ist das Warmwasser an Handwaschbecken in Verwaltungen und Schulen abgeschaltet worden.
 
Phase 2
Mit Beginn der Heizperiode im Herbst soll in Phase zwei auch die Raumtemperatur in den landkreiseigenen Verwaltungen und Schulen auf 20 Grad begrenzt werden, das entspricht dem zulässigen Mindestwert. Parallel dazu wird in Sporthallen die Temperatur auf rund 16-17 Grad gesenkt und das warme Wasser abgeschaltet. Da die Duschen in diesem Fall nicht mehr nutzbar sind, werden sie vorläufig gesperrt. Um den Gasverbrauch weiter zu senken, könnten die Verwaltungsgebäude nur zu bestimmten Zeiten geheizt und in selten genutzten Räume die Raumtemperatur noch einmal gesenkt werden. Hierfür wird zurzeit noch ein detailliertes Konzept für konkrete Gebäudebereiche entwickelt.
 
Phase 3
Sollte es zu einer eingeschränkten Gasversorgung kommen, wären in Phase drei weitere Maßnahmen möglich. Es ist geplant, in so einem Fall die Möglichkeit der Arbeit im Homeoffice so weit wie möglich auszuschöpfen. Auch eine Einschränkung des Betriebs wäre denkbar, zum Beispiel durch eine Schließung der Verwaltung zwischen Weihnachten und Neujahr.
 
Phase 4
Im schlimmsten Fall könnte die leitungsgebundene Gasversorgung ganz eingestellt werden. In diesem Fall würde die Verwaltung ihren Betrieb stark einschränken und sich auf wenige Standorte beschränken. Einige Gebäude, zum Beispiel das Kreishaus Rotenburg, könnten bereits jetzt mit alternativen Energiequellen beheizt werden, sodass deren Betrieb in jedem Fall sichergestellt werden kann. Für andere systemrelevante Gebäude des Landkreises werden vorab erarbeitete Konzepte zur alternativen Wärmeversorgung umgesetzt. Als Ersatzlösungen kommen je nach Standort Heizöl, Flüssiggas oder auch elektrische Heizungen in Betracht.
„Durch die vielen Krisen, die wir in den letzten Jahren in der Verwaltung bewältigen mussten, haben wir gelernt, uns auf wesentliche Dinge zu konzentrieren und flexibel auf neue Situationen zu reagieren. Auch jetzt werden wir gemeinsam alle denkbaren Lagen meistern. Unser Ziel ist, dass die Kernaufgaben der Verwaltung aufrechterhalten werden und die Kunden keine wesentlichen Einschränkungen erfahren müssen“, so Landrat Marco Prietz.


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